Atma Pöschl

Atma Pöschl

Find your true weakness and surrender to it.
Moshè Feldenkrais

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BDSM als Grenzerfahrung für mehr Bewusstheit

Starke Sinnesreize können Kontakt schaffen

BDSM steht für die Begriffe „Bondage & Disziplin, Dominanz & Submission, Sadismus & Masochismus“. Als Coach für Körpersensibilisierung interessiert mich das weder als Identität, noch als cooler Lifestyle oder Maske, hinter der Menschen sich verstecken. BDSM kann eine von vielen Möglichkeiten tiefer Berührung sein. Und es umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher Sinnesreize, Körperempfindungen und Gefühle.

Intensität mit Achtsamkeit

So manche_r verwechselt BDSM mit Gewalt. In Wahrheit passiert Gewalt, wenn wir unsere Gefühle nicht lieben und anderen Menschen unter Schmerzen um die Ohren schlagen: In vielen Familien ist das der Alltag. Im Gegensatz dazu kann BDSM lustvolles Spiel mit gleich starken Partner_innen sein, bewusster Austausch von Macht und intensiver Gefühle.

Aus dem Dunkel an's Licht

Erfüllende Sexualität ist natürlich kein Synonym für Harmonie, sondern authentischer Selbstausdruck im intimen Kontakt. Scham, Schuld, Angst und Wut sind unterdrückte Gefühle einer Gesellschaft, die den Schmerz am Kreuz vergöttert, Sexualität und die Aggression als Lebenskraft hingegen verteufelt. Auch diese Gefühle wollen fließen.

Jede Berührung - vom Streicheln bis zum Schlagen - kann tief berühren und verletzen. Wir alle wissen das, denn unser Körper speichert sogenannte negative Erinnerungen und wird dadurch hart, taub und gefühllos. Bei körperlicher Nähe und Berührung können diese eingefrorenen Gefühle wieder an die Oberfläche steigen, wir wollen ja frei, lebendig und im Fluss sein! Passiert das in einem sicheren, bewussten Rahmen und liebevollem Kontakt mit uns selbst, bedeutet es Heilung: mit all unseren Gefühlen ganz wir selbst sein.

Gedanken zur Unterwerfung

Das Wort „devot“ stammt vom lateinischen devovere ab, es bedeutet weihen, heiligen. Im Mittelalter waren jene Menschen devot, die ihr Leben dem christlichen Glauben widmeten. "Sich hingeben" ist die Übersetzung, die der heutigen Verwendung des Wortes am nächsten kommt.

Als Coach für Körpersensibilisierung begreife ich den Wunsch nach Unterwerfung als Entwicklungsmöglichkeit mit hohem Potenzial: Hinter dem Wunsch nach Unterwerfung kann eine tiefe Sehnsucht nach Hingabe liegen, hinter dem Wunsch nach körperlichem Schmerz auch ein seelischer Schmerz. Ich unterstütze Menschen gerne dabei, ihr ganzes Potenzial freizusetzen und sich weiterzuentwickeln.

Freiheit und Selbstermächtigung

Mein Angebot begreift sich als Teil einer partnerschaftlichen Kultur, in der wir mit unseren Herzen, Abgründen und mit den Quellen unserer Kraft verbunden sind, unsere kollektiven Schmerzkörper geheilt und miteinander versöhnt haben, damit wir uns in Liebe und auf einer neuen Ebene begegnen können. Erleuchtung erlangen wir schließlich nicht, indem wir das Licht imaginieren, sondern im Erforschen des Schattens.

Mein Angebot richtet sich an Menschen, die Berührung und damit auch BDSM als Weg zu Kontakt und Beziehung begreifen, um darin Freiheit und Selbstermächtigung zu finden.

Noch ein Hinweis zum Schluss

Möchtest du weiter in dieses Thema einsteigen, empfehle ich meinen Fachartikel „Dunkler Eros. Sexuelle Lust, Schmerz und der katholische Glaube“ in der Rubrik Publikationen.

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