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ATMA Touch® – Tantramassage / Genuss- und Basisausbildungswoche in Tantramassage nach Atma Pöschl

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  • 12.02.2020 - 16.02.2020
    10:00 - 17:00

ATMA Touch® – Tantramassage / Persönlichkeitsentwicklung durch ganzheitliche Berührung

Genuss- und Basisausbildungswoche


Spüren, was Lust bereitet

Die Ausbildung lehrt professionelle Tantramassage und einen professionellen Umgang mit Gefühlen, die dabei auftauchen: Freude und Traurigkeit, Lust und Unlust, Unsicherheit, Angst oder auch Wut. Eröffnet wird ein völlig neuer Zugang zu Berührung, Sinnlichkeit und Sexualität – unseren fundamentalen Bedürfnissen im Leben – in Kontakt mit allen Gefühlen und individuellen Grenzen. Der interdisziplinäre Ansatz der Methode ist einzigartig. So werden beispielsweise Seile integriert, um vor/während der Massage Grenzen zu visualisieren. Wir müssen Grenzen haben/dürfen (nicht nur als Klient_in, auch als liebende_r Partner_in), um uns öffnen zu können.

Kraftvolle Arbeit mit Gefühlen, Grenzen, Traumata

ATMA Touch® Tantramassage ist eine langsame, bewusste Massage mit warmem Öl, die den Intimbereich ganz natürlich miteinbezieht. Die Berührung sagt: „Ich bin für dich da, wie immer du dich fühlen magst.“ Es gibt keine Elemente klassischer Tantramassage wie Federn, Fellchen, Seidentücher, heiße Waschlappen, Düfte, Rituale. Willkommen ist nicht nur Lust, wie sie bei Intimberührung auftauchen darf, sondern alle – auch schwierige – Gefühle. Behutsamer Fokus ist die Lösung von Gewebe- und Gefühlserstarrung. ATMA Touch® Tantramassage adaptiert Tools aus IBP, Somatic Experiencing, BDSM/Seile, Tantra- und Ayurvedamassage.

Interdisziplinärer Ansatz, spannende Zusatzwerkzeuge

Tantramassage sollte kein isoliertes Werkzeug sein. Interdisziplinäre Arbeit unterstützt ihr Potenzial, denn wir brauchen als Profi und liebende_r Partner_in die Fähigkeit, den Wunsch nach (Intim)Berührung wertzuschätzen, einzuordnen, zusammen zu reflektieren und gegebenenfalls „was Runderes“ anzubieten. Beispielsweise hat so manche_r Berührung als Kind nie erfahren oder musste das erleiden. Oft sind Schmerz und Bedürftigkeit des Kindes bis heute grenzenlos: Kein Wunder, dass wir Sexualität als nicht befriedigend erleben, wenn das „Kind in uns“ in Wahrheit etwas völlig anderes braucht. Auf sexuelle Berührung hat ein Kind keinen Bock! Auch „grenzenlose Bedürftigkeit“ wird durch sexuelle Berührung nicht gestillt. Taktiles Nachnähren („Re-Parenting“) kann Selbstkontakt und Nähe schaffen, wo eine Tantramassage nichts ausrichten kann: Mitunter ist es sinnvoller, erwachsene Sexualität an der Wurzel zu stärken (in der Kindheit, wo alles begonnen hat), als „das Pferd vom Schwanz aufzuzäumen.“ Das Wissen darum erspart uns berufliche wie private Massagen, die „lustlos an die Wand fahren“ oder „nie genug sind“.

Zwei Ausbildungen

Re-Parenting in der Praxis zu lehren (das Nachnähren mit Worten und/oder Berührung über Kleidung), sprengt den Rahmen einer Massageausbildung: Es wird als ergänzende Theorie vorgestellt. Re-Parenting wird im Lehrgang in ATMA Touch® in 6 Modulen gelehrt: Zusammen mit weiteren Werkzeugen, die das Potenzial der Tantramassage vertiefen und festigen. Die Ausbildung zeigt einen Ausschnitt. Der Lehrgang in 6 Modulen zeigt das Gesamtbild.

Arbeit mit tiefem Potenzial

Neues über Sexualität zu lernen, lohnt: Die Ausbildung richtet sich an Berührungs-, Therapie- und Massageprofis, (angehende) Tantramasseur_innen, ATMA Touch® Practitioner, liebende Paare und berührungserfahrene Laien. Sexualität wird von uns(erer Gesellschaft) oft wenig wertgeschätzt. Wir sollten weder Unter-, noch Übersexualisierung oder Prostitution mit echter Wertschätzung unserer Sexualität verwechseln. Ein wertschätzender Blick über den Tellerrand lohnt; mit- und voneinander zu lernen hat tiefes Potenzial und ist der richtige Weg:

 

Politisch motiviert

In Österreich ist professionelle Intimberührung „Prostitution“ (und der Körper von Prostituierten strengen Regeln unterworfen): Außer das macht ein_e Arzt/Ärztin oder Beckenbodentrainer_in. Denen fehlt in der Regel die Ausbildung: Tantramassage ist keine „Hand im Intimbereich“, sondern eine spezielle innere Haltung. Berührungsarbeit ist weder Alltagshandeln noch medizinische Berührung; das wird durch Selbsterfahrung und eigene körperbezogene Therapie angeeignet. Professionell (in Aus- und Fortbildung immer wieder geübt) ist dabei vor allem die Haltung: Gleichzeitig offen und ganz bei uns, nehmen wir unsere Gefühle und Grenzen klar wahr. Auch und gerade deshalb ist es möglich, die Grenzen anderer zu achten.

Im Gegensatz zur Intimberührung ist heilsame Arbeit mit Gefühlen in Österreich Psychotherapeut_innen vorbehalten. Die betrachten Berührungsarbeit klassischerweise als „Pfui“. In diesem Spannungsfeld bewegt sich Gefühls- und Körperarbeit mit Sexualität in Österreich: Der eine darf’s, aber kann’s nicht. Die andere kann’s, aber darf’s nicht. Was man nicht kennt, das gibt’s nicht. Ghettos sollen Qualität sichern, dabei machen sie Wachstum unmöglich. Mit- und voneinander Neues über Sexualität (und uns selbst) zu lernen, ist der Weg! Unsere Differenz birgt die Kraft der Komplettierung. ATMA Touch® Tantramassage zu lehren ist für mich auch politisches Handeln; meine Arbeit hatte für mich immer eine politische Dimension.

Persönlich reflektiert

Ich habe mich nie versteckt, nie unter falschem Namen gearbeitet, habe mein Tun reflektiert, Texte publiziert und Medienauftritte gesucht. Mich in „Studios“ zu verstecken war für mich keine Option. ATMA Touch® Tantramassage ist keine sexuelle Dienstleistung. Angeboten wird kein Produkt (beispielsweise „Entspannung“), sondern ein Prozess mit dem Ziel Selbstermächtigung, dauerhafte Verhaltensänderung (beispielsweise „Wie kann ich im Leben mehr Entspannung bekommen?“). Reflektierte Hands-on-Arbeit mit Sexualität braucht Selbstreflexion, „Eier in der Hose“, klare Worte! Reflektierte Worte für reflektiertes Tun sind die Lösung. Nicht Verstecken! Die Ausbildung lehrt Individualität als wertvolles Gut, das Ermächtigung bringt. 

Erfolgreich

Individualität bringt Erfolg. Das, wo ich früher dachte es sei rufschädigend, bestenfalls interessiert’s keine Sau. In Wahrheit sind das Pfeiler für Erfolg: Anders-Sein, In-unserem-Körper-zuhause-Sein, Unsere-Gefühle-Mitteilen, Unser-Wohlbefinden-nicht-Hintanstellen. Wie sieht Erfolg aus? „Schaffe schaffe Häuslebaue“ war nach 1945 eine gute Strategie, schwierige Gefühle nicht zu spüren. Nichtauffallen war wichtig; das haben wir vor 1945 trainiert. Jede_r gab das Beste. Mehr war nicht drin. Errichtet wurden Häuser ohne Fundament. Wie sieht echter Erfolg aus!? Wie wahrhaftiges Glück? Gefühlter Kontakt? Wie können wir’s anders tun? Wie unser Fundament neu gestalten? Die Ausbildung weist die Marschrichtung: 

 

Unser Körper als Tor zur Lust, zur Selbsterkenntnis und zur Stille

Die Ausbildung lädt ein, in die eigene Größe zu wachsen. Hier geht’s um dich. Dein Potenzial kannst du dann beruflich wie privat so nutzen, dass sich andere durch deine Berührung zu ermächtigten und blühenden, auch sinnlichen Persönlichkeiten entfalten können. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, sei mutig, frech und wunderbar – und melde dich an! Die Ausbildung wird dein Leben und deine Arbeit bereichern.

Von Profi zu Profi/Laie

„In der Ausbildung geht es um dich. ‚We are given the very wounds, we are meant to teach others to heal,‘ meint die spirituelle Lehrerin Teal Swan. Es braucht (Mit)Gefühl für uns selbst, um Menschen sicher in ihre Gefühle begleiten zu können. Ich selbst habe einen langen Weg hinter mir, meine eigene Gewalterfahrung soweit aufzuarbeiten und zu integrieren, dass ich sagen kann, meinen Körper heute wieder lustvoll zu bewohnen. Dabei hat mir ganzheitliche Berührung sehr geholfen. Meine Erfahrung gebe ich gerne an Profis und Laien weiter. Du schöpfst aus meiner reichen Erfahrung, Klarheit und Empathie. 

Als Berührungs- und Therapieprofis machen wir den Job auch, weil er – seien wir ehrlich – ‚Sicherheit‘ garantiert: Jenseits noch so authentischen Agierens verkörpern wir eine Rolle und ’stehen drüber‘. Professionelle Klarheit ist wichtig. Aber mitunter vergessen wir, uns privat ohne Fassade zu zeigen. Im Gegensatz zu Profis haben Laien keinen (bezahlten) Auftrag zu helfen. Als Laien sind wir mitunter co-abhängig von Menschen, die vermeintlich schwächer sind als wir. Das bedeutet: Wir werten uns auf, indem wir ‚es besser wissen‘ und ‚drüber stehen‘. ‚Besserwisser‘ haben in einer Tantramassage-Ausbildung nichts verloren: Es fühlt sich grausig alleingelassen an, von einer Person (intim) berührt zu werden, die uns nicht sieht, weil ihr Empathie (für sich selbst) fehlt. Tantramassage begegnet auf Augenhöhe. 

Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die ihre Präsenz vertiefen und sich selbst neu erfahren wollen. Profis und Laien. Die Ausbildung schafft einen sicheren, vertrauten Raum. Sie wird dein Leben und deine Arbeit bereichern. Ich freue mich, dich ein Stück des Weges zu begleiten!

Herzlich,
Atma Pöschl“

ATMA Touch® – Tantramassage / Neue Impulse für erfüllende Sexualität und Partnerschaft für Profis und Laien

Ziele der Methode

Konkrete, neue Spürerfahrung im sicheren Rahmen

Suchen wir mehr Tiefe in unserer Sexualität, findet klassische (Sexual)Therapie meist in Form von Gesprächen und Anleitung zu Übungen statt. ATMA Touch® Tantramassage ermöglicht konkrete neue Spürerfahrungen im sicheren, bewussten Rahmen und begegnet dem Wunsch nach erfüllender Sexualität körper- und prozessorientiert. Gearbeitet wird mit dem, was sich im Moment zeigt an Gefühlen, Körperempfindungen, Gedanken. Grenzen werden sensibilisiert, die Bandbreite der Gefühle erweitert. Eröffnet wird ein völlig neuer Zugang zu Berührung, Sinnlichkeit und Sexualität – unseren fundamentalen Bedürfnissen im Leben – in Kontakt mit allen Gefühlen und individuellen Grenzen. 

Neue Impulse für eine erfüllende Sexualität

Die ATMA Touch® Tantramassage …

  • Lädt ein zum Spüren ohne Leistungsdruck, unterstützt das liebevolle Annehmen des eigenen Körpers und kann ein tiefes Gefühl von Angenommensein als ganzes Wesen vermitteln.
  • Kann kraftvolles Werkzeug im Rahmen einer Sexualtherapie sein, das konkret mit sexuellen Funktionsstörungen arbeitet: Erektiler Dysfunktion, Vaginismus, Lustlosigkeit, Spannungen im Becken (nach lieblosem Sex, Gewalterfahrungen, schweren Geburten).
  • Kann die Selbstannahme verletzten Gewebes unterstützen und neues, positives Empfinden wecken: Nach Geburten, gynäkologischen Eingriffen, Hysterektomien, der Operation einer Phimose.
  • Kann traumatische Gewebe- und Gefühlserstarrung lösen und damit den Kontakt zu unseren Gefühlen und Bedürfnissen intensivieren. Das ermöglicht mehr Nähe auch zu anderen Menschen.
  • Beugt hormonellem Ungleichgewicht vor, Stress und mentaler Anspannung. Synchronisiert werden linke (analytisch-rationale) und rechte (ganzheitlich-intuitive) Gehirnhälfte: Das Gefühl ist entspannt geborgen und kraftvoll lebendig. Das kann Burnout, Tinnitus, Rücken- und Regelschmerzen vorbeugen oder diese Belastungssymptome lindern.
  • Eröffnet Zugang zu einer Sexualität, die unabhängig von hormonellem Druck und äußeren Reizen bis ins hohe Alter nähren und begleiten kann. 

Lösung traumatischer Gewebe- und Gefühlserstarrung

Ein Trauma ist der Schutzreflex des Körpers in einer bedrohlichen Situation: Wir blockieren unerträgliche Gefühle, indem wir den Atem anhalten und die Muskeln anspannen. Löst sich der Schutzreflex nicht, entstehen physische und psychische Beschwerden wie Ängste, Schlaflosigkeit, Depressionen, chronische Schmerzen, Herzleiden, Essstörungen. Ein tiefes Gefühl der Entfremdung ist die Folge: Wir fühlen uns weder im Kontakt mit uns selbst, noch mit anderen jemals völlig wohl.

Spüren, was da ist

Traumata sind nicht nur Nachwirkungen von Naturkatastrophen oder Kriegen. Auch unsere ganz alltäglichen Erlebnisse können traumatisierend sein: Medizinische Eingriffe, verschiedenste (von außen harmlos scheinende) Kindheitserlebnisse, Geburten, Sexualisierungssituationen oder Gewalterfahrungen. Traumata zählen zu den wichtigsten Kräften menschlicher Entwicklung. Ein bewusster Umgang damit kann unsere Lebensqualität entscheidend beeinflussen.

Berührender Schutz

ATMA Touch® Tantramassage fokussiert auf alle Gefühle, nicht nur auf spontane Lust, die bei Berührung im Intimbereich auftauchen darf. Ebenso willkommen sind „eingefrorene“ Gefühle, die im Körper gespeichert sind. Angeboten wird „berührender Schutz“ und damit die Möglichkeit, Grenzen im Hier und Jetzt erneut zu ziehen. So kann im Nach-Erleben das erfahren werden, was damals notwendig gewesen wäre, damit eine Begebenheit nicht traumatisierend geworden wäre. Es ist dabei weder notwendig noch sinnvoll, ein Trauma erneut zu erleben! Bewusste Berührung, die sagt „ich bin für dich da“ (statt „hör auf zu weinen“, „du gehörst mir“, „ich möchte dich erregen“ etc.) kann alte Erstarrung lösen und verlorenes Empfinden wecken.

Mehr Nähe und echte Verbundenheit

ATMA Touch® Tantramassage verwendet Berührung nicht als „Pflaster“, das Wunden nur verdeckt, sondern als konkrete körperliche Intervention zur Veränderung. Die Berührung sagt: „Ich bin für dich da und stehe dir zur Seite, wie immer du dich fühlen magst.“ Echte Präsenz (eine Haltung, die beim Berühren nichts fordert, bloß da ist) ist ein Geschenk, das viele von uns in der Kindheit nie erfahren haben. Präsenz (die da ist und da bleibt, physisch wie emotional) schafft in uns Raum für folgende Fragen:

Kann ich Kontakt zulassen, ohne innerlich wegzugehen? Was unterstützt mich dabei? Was schenkt mir Entspannung? Wo bin ich, wenn ich berührt werde? Kann ich Gefühle wahrnehmen? Wo in meinem Körper sind sie spürbar? Bin ich fähig dranzubleiben, oder schweife ich in Gedanken ab? Bin ich im Kopf woanders, während mein Körper berührt wird? Wenn ja: Wie wirkt sich das auf meine Empfindungsfähigkeit aus? So entstehen Nähe und Verbundenheit: Ziel der ATMA Touch® Tantramassage ist eine tiefe, ehrliche Begegnung mit uns selbst. 

Unsere Sprache (wieder)finden

ATMA Touch® Tantramassage beginnt im vertrauten Gespräch und endet im Reflexionsgespräch. Worte für unsere Gefühle und Bedürfnisse zu finden ist wichtig, um Intimität selbst schaffen und unsere Sexualität selbst gestalten zu können. Grundsätzlich gilt: Achtsame, sexuell absichtslose Berührung kann Gewebe- und Gefühlserstarrungen lösen und Eingefrorenes wieder in’s Fließen bringen. Das bringt uns in Kontakt mit uns selbst und bereichert auch eine Partnerschaft. Denn wenn wir unsere Bedürfnisse kennen, können wir sie auch anderen Menschen mitteilen. 

Politisches Bewusstein

ATMA Touch® legt Wert auf politisches Bewusstsein. Die „einzig gültige Wahrheit“ von Ideologie schert alle über denselben Kamm. Mir ist tantrische Ideologie weitgehend egal. Vielfalt birgt die Kraft der Komplettierung. Das zentrale Angebot von ATMA Touch® ist Wertschätzung: Ob Tantra, BDSM oder Angst vor Nähe: Es ist eine Stärke der Methode, scheinbar Konträres harmonisch zu vereinen und das Entwicklungspotenzial jedes Schrittes an’s Licht zu holen.

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Begegnung mit der eigenen Sexualität (Masterlehrgang „Sexualberatung“, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien)

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  • 13.03.2020 - 14.03.2020
    14:00 - 17:30

Eigene und fremde Gefühle auseinanderhalten können

Sprechen andere Menschen in unserer Anwesenheit über Sex, spüren wir möglicherweise Unsicherheit, Angst, Sehnsucht, vielleicht sogar Erregung: Ist das unser Gefühl? Oder gehen wir damit in Resonanz mit der anderen Person? Diese Lehrveranstaltung lädt Sexualberatende ein, ihre eigene Sexualität zu reflektieren. Ziel ist, eine professionelle Haltung neutraler Offenheit zu gewinnen, die es auch ermöglicht, Menschen zu begleiten. Sind wir in Kontakt mit unseren Grenzen und Gefühlen, können wir auch die Körperempfindungen und Gefühle anderer Menschen wertschätzen. Wir nennen das, was andere als „unnatürlich“ und „abnormal“ bezeichnen, schlicht „anders“ und brauchen es weder zu entwerten noch zu verdrängen.

Wunden und Narben anerkennen

Wollen wir andere gut beraten, müssen wir uns selbst reflektiert haben. Wie steht es um unsere Sexualität als Beratende in einer Gesellschaft, die Sexualität als Lebenskraft verteufelt, Leiden am Kreuz hingegen vergöttert? „Find your true weakness and surrender to it,“ beschreibt der Körpertherapeut Moshè Feldenkrais eine professionelle Haltung: „Most people spend their lives using their strengths to overcome or cover up their weaknesses.“ Als Profis glauben wir, es perfekt wissen, können und fühlen zu müssen. Das ist falsch: „Those few who use their strengths to incorporate their weaknesses, those people are very rare. In any generation there are a few, and they lead their generation.“ Ziel dieser Lehrveranstaltung ist, zu unseren Stärken und Schwächen gleichermaßen stehen zu können.

Im Job die Früchte ernten

We are given the very wounds we are meant to teach others to heal,“ meint Teal Swan. Als spirituelle Lehrerin versteckt sie weder den jahrelangen rituellen Missbrauch, den sie als Kind und Teenager erleben musste, noch dessen Relikte, Narben und Tätowierungen, auf ihrem Körper. Swans Authentizität und Stärke ist ein passendes Rolemodel für Sexualberatende. Perfektionismus schafft starre Rollen und brennt uns aus. Die Lehrveranstaltung lädt ein, die eigene Sexualität und sexuelle Entwicklung mit ihren schönen Momenten, Wunden und Narben als Geschenk zu reflektieren, um im Job die Früchte ernten zu können.

Infos zum Masterlehrgang:
Masterlehrgang „Sexualberatung“, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien / Curriculum / Folder

Anmeldung:
Univ.Ass. MMag. Dr. Ernst Vitek, M.Sc (Lehrgangsleitung)
ernst.vitek@sfu.ac.at

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Lust auf Berührung 2 / Begegnung mit der eigenen Sexualität und Sinnlichkeit

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  • 27.03.2020 - 29.03.2020
    18:00 - 17:00

Berührung als spannende Lehrmeisterin

Du möchtest zu Berührung und Sexualität ja! sagen? Nicht schaumamal oder bittebitte!? Wünschst du dir Partnerschaft auf Augenhöhe? Liebe? Diese Seminarreihe vermittelt den Mut dazu. Keine_r sieht dich? Übersiehst du dich selbst? Du willst nicht länger so viel arbeiten, essen, sporteln, dich in’s Nirvana meditieren? Möchtest du wissen, wie sich nährende Berührung anfühlt? Satt. Was das Seminar bringt? Power. Liebe für dich selbst.

Krasses Zeug ist dir bekannter als feine, stille, leise Gefühle? Grenzüberschreitung: Kein Problem, alles cool!? Du hast deine kompetente Performance – als Chef_in, (Sex)Partner_in, Therapeut_in, wasauchimmer – satt!? Dein tolles Tun hängt dir beim Hals raus? Möchtest du in Wahrheit lieber tun lassen!? Wärst du lieber unsicher, uncool – und berührbar? Der Gedanke macht dir Angst? Nimm dein Herz unter die Füße und geh! Es lohnt.

Zwei Seminare / Eine horizonterweiternde Begegnung mit der eigenen Sexualität und Sinnlichkeit

Das Basisseminar „Lust auf Berührung 1 / Intimität kreieren und zulassen“ vermittelt spannendes Wissen um tiefe Berührung und Intimität. Es wird komplett bekleidet abgehalten. Die Sexualität bleibt außen vor: Wir holen alle Gefühle in’s Boot, bevor wir unserer eigenen Sexualität und Sinnlichkeit im zweiten Seminar bewusst begegnen. Teil 1 ist in sich rund und kann natürlich auch ohne Teil 2 besucht werden.

Warum ist Berührung, die schenkt ohne zu fordern (z.B. „hör auf zu weinen“, „du gehörst mir“, „ich möchte dich erregen“, wie das für manche von uns als Kind „normal“ war), die sagt „ich bin für dich da, wie immer du dich fühlen magst“, Berührung, wie sie im Basisseminar gelehrt und genossen wird: Warum ist das die Basis und Grundlage für eine erfüllende erwachsene Sexualität? Klicke hier!

Das Aufbauseminar „Lust auf Berührung 2 / Begegnung mit der eigenen Sexualität und Sinnlichkeit“ vertieft und erweitert im Basiskurs erworbene Kompetenzen und erlaubt eine horizonterweiternde bewusste Begegnung mit der eigenen Sexualität und Sinnlichkeit im sicheren, vertrauten Rahmen. Das zweite Seminar baut auf dem ersten auf: Um an Teil 2 teilzunehmen musst du Teil 1 besucht haben.

ATMA Touch® adaptiert Tools aus Achtsamkeits- und Aufstellungsarbeit, IBP, Reparenting und Tantra, Somatic Experiencing und BDSM. Gearbeitet wird mit bewusster Berührung und Seilen, die Grenzen positiv erfahrbar machen: Genieße Berührung als spannende Lehrmeisterin für persönliche Entwicklung und gemeinsames Wachstum! Du möchtest einen spannenden Menschen kennenlernen? Dich selbst!? Go for it!

Das Seminar ist für dich, wenn du …

  • deine Erfahrung von Intimität, deine Körperempfindungen, Gefühle und die Qualität deiner Berührung vertiefen möchtest.
  • Berührung als spannende Lehrmeisterin für persönliche Entwicklung und gemeinsames Wachstum kennenlernen und genießen willst.
  • Berührung aus Angst vor emotionaler Nähe vermeidest.
  • mangelnde Berührung mit Arbeit kompensierst, mit Essen, Sport, beziehungslosem Sex, ungeerdeter Spiritualität, Alkohol, Selbst- oder Fremdverletzung.
  • das Gefühl hast, zuviel zu essen und doch nie satt wirst.
  • viele Sexualkontakte hast und dich nach „mehr“ sehnst.
  • genug von deiner Sexsucht hast und deiner Sehnsucht begegnen möchtest.
  • Entkleidungs-Profi bist (als Aktmodell, Künstler_in, „Massagejunkie“, Prostituierte_r) und spürst, dass ein Teil deines Spürens auf der Strecke bleibt.
  • in deiner Kindheit Gewalt erfahren hast, deshalb früh sexualisiert wurdest und dir mit Sex „leicht“ tust: Du ahnst, das hat eine Kehrseite? Es gibt mehr zu fühlen.
  • eine spezielle sexuelle Vorliebe als Sackgasse empfindest (die dich einsam macht) und all deine Gefühle vertiefen möchtest.
  • als Körper-, Psycho- oder Sexualtherapeut_in Inspiration für deinen Werkzeugkasten suchst und deiner Berührbarkeit begegnen möchtest.
  • dir eine erfüllende Beziehung wünschst, nicht nur zu anderen, auch zu dir selbst.
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BDSM / Playing by Heart, Führen und Folgen genießen

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  • 17.04.2020 - 19.04.2020
    18:00

BDSM. Ein Wort. Ein Label. Eine Schublade.

Neugierde

„Es geht darum zu leben. Lebe deine Fragen. Vielleicht lebst du dann – allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages – in die Antwort hinein.“ (Rainer Maria Rilke)

BDSM steht für die Begriffe „Bondage & Disziplin, Dominanz & Submission, Sadismus & Masochismus“. Es kann eine von vielen Möglichkeiten tiefer Berührung sein und umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher Sinnesreize, Körperempfindungen und Gefühle. So manche_r verwechselt BDSM mit Gewalt. In Wahrheit passiert Gewalt, wenn wir unsere Gefühle nicht lieben und anderen Menschen um die Ohren schlagen. In vielen Familien ist das der Alltag. Im Gegensatz dazu kann BDSM lustvolles Spiel mit gleich starken Partner_inne_n sein, bewusster Austausch von Macht und intensiven Gefühlen.

Authentische Dominanz und Hingabe

Im Seminar erwartet dich eine Reise in’s Herz von BDSM: Neugieriges Erforschen innerer und äußerer Haltungen authentischer Dominanz und Hingabe, unterschiedlicher Sinnesreize, Körperempfindungen und Gefühle. Lerne, klar Nein zu sagen! Damit du aus ganzem Herzen Ja sagen kannst. Was du riskierst, ist eine Begegnung mit einem spannenden Menschen: Dir selbst.

Licht und Schatten

Du unterscheidest zwischen heiligem hellen und abartigem dunklen Sex? Diese Unterteilung ist unnötig und destruktiv. Heilig kommt von „heil“ und meint ganz. Erleuchtung erlangen wir nicht, indem wir das Licht imaginieren, sondern im Erforschen des Schattens.

Intimität in Kontakt mit allen Gefühlen

Jede Berührung kann tief berühren, verunsichern, Angst machen: Streicheln und Schlagen. Denn unser Körper speichert negative Erinnerungen, friert sie ein, und wird dadurch gefühllos. Bei körperlicher Nähe öffnen wir uns wieder ein Stück, und die eingefrorenen Gefühle können wieder an die Oberfläche steigen. Passiert das in einem sicheren, bewussten Rahmen und liebevollem Kontakt, geschieht Heilung. Ein wichtiger Aspekt von Heilung liegt darin, wieder (alle Gefühle) fühlen zu können, ganz/heil zu sein.

Klare Nein’s ermöglichen Ja’s aus ganzem Herzen

Als Kind warst du anderen (die nicht greifbar waren, gewalttätig oder erbarmungslos in ihren emotionalen Ansprüchen an dich) hilflos ausgeliefert? Tantra kann Heilung durch das Erleben des Gegenteils dessen ermöglichen, was wir erfahren haben (z.B. durch eine achtsame Massage), bewusstes BDSM durch eine homöopathische Dosis desselben.

Lustvolles Spiel
Sinnlich, sexy und erotisch

Das Seminar schafft einen sicheren, vertrauten Raum, wo deine Gefühle Platz haben und als Geschenk an dich selbst gefeiert werden können. „Gewalt“ kommt nicht zuletzt vom althochdeutschen „waltan“ und meint die Stärke, eine Sache in ihrem Inneren zu verändern. Genau das wollen wir tun: Unserem Schmerz ins Gesicht zu schauen kann sinnlich, sexy und erotisch sein. Im Seminar spielen wir mit Freude und Traurigkeit, Angst, Scham, Wut und ganz feinen, leisen Gefühlsnuancen. Was auch immer da ist, ist gut! Sexualität ist kein Synonym für Harmonie, sondern authentischer Selbstausdruck im intimen Kontakt.

Berührender Kontakt auf Augenhöhe

(Bewusste und unbewusste) Gewalterfahrungen in der Kindheit (wir alle haben sie) können Wegbereiter in lebenslanges Opferverhalten sein. Ein anderer Weg, verletzte Gefühle nicht zu spüren, ist die Identifikation mit dem/der Täter_in: Sie unterdrückt Schwächere. Der Teufelskreis endet dort, wo „Opfer“ aktiv werden und im Jetzt Verantwortung für ihr Leid übernehmen, und wo Mächtige auch berührbar und verletzlich sind. BDSM hat dieses Potenzial, wenn wir es zu nutzen wissen.

Freude am Spüren

„Spüren ist ein Entspannen und Erlauben, ein Prozess ähnlich dem, eine Hand zu öffnen, die lange zur Faust geballt war. Du öffnest und lässt los, langsam, behutsam.“ (Chameli Ardagh)

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Die positive Kraft der Wut / Damit du aus ganzem Herzen Ja sagen kannst

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  • 26.06.2020 - 28.06.2020
    6:00 - 5:00

Wut als positive Kraft nutzen

Wut ist eine positive Kraft. Wir brauchen Wut, um klar Nein und aus ganzem Herzen Ja zu uns selbst zu sagen, um Ziele zu haben, Entscheidungen zu treffen, Sachen auszumisten und Situationen zu beenden. Positiv verkörperte Wut sagt: Das bin ich, ich steh‘ dazu.

Klare Nein’s wagen und Ja’s aus ganzem Herzen gewinnen

Es lohnt sich, guten Kontakt zu unserer Wut zu pflegen! Beziehungen kippen, wenn Aggression dominiert, aber auch dann, wenn die Wutkraft fehlt; dann mangelt es häufig auch an der Lust auf Sex. Auslöser von Lustlosigkeit, Anorgasmie, vorzeitiger und verzögerter Ejakulation ist nie unsere gelebte, immer die verdrängte Wut. Sie sitzt in unseren Genitalien, im Kiefer und Sitzbereich, Magen und Darm: Oft sind diese körperlichen und psychischen Symptome nichts anderes als reingefressene, geschluckte unverdaute Wut.

Abgrenzen heißt Angrenzen

Frauen fällt es in unserer Gesellschaft oft besonders schwer, ihre Wut zu verkörpern: Wir dürfen Angst haben und traurig sein, aber mal zornig sein!? Oh Gott, ist das hysterisch, voll peinlich. Männer unterdrücken ihre Wut oft aus Angst, gewalttätig zu sein: Auch für männliche (Wut)Kraft haben wir kaum positive Vorbilder.

Wutkraft braucht Vertrauen

Das Seminar schafft einen sicheren, vertrauten Raum, wo deine Wut endlich mal Platz hat und als Geschenk an dich selbst gefeiert werden kann! Wir nutzen Aufstellungsarbeit, IBP und Dynamiken aus BDSM. Lernen unsere Gefühle wahrzunehmen, klar zu kommunizieren. Und auch das Relaxen kommt nicht zu kurz.

Beziehung wagen

Nicht zuletzt wollen wir Opfer-Täter_in-Dynamiken betrachten und erfühlen, die in Österreich und Deutschland über 3 Generationen weitergegeben wurden und Wut als gefährlich abtun. Wir spüren: Positive Wutkraft schafft Beziehung! So wird unser „Nein“ ein „Ja“ zu uns selbst.

Lust auf mehr Text? Lies hier weiter!

Komm in’s Seminar, wenn du …

  • fürchtest, andere Menschen durch deine Lebendigkeit zu verletzen.
  • dich ständig wütend und gereizt fühlst.
  • nie wütend bist.
  • deine Lebenskraft neu spüren möchtest.
  • depressiv und antriebslos bist.
  • Grenzen in gegenseitiger Wertschätzung kommunizieren willst.
  • dein „Nein, mit mir nicht!“ als bewusstes Ja zu dir selbst erforschen möchtest.
  • dein „Nein“ authentisch verkörpern willst – denn sonst hört’s keine_r.
  • dir erfüllende Beziehungen wünschst, nicht nur zu anderen, auch zu dir selbst.
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GRENZEN UND GEFÜHLE / Übungsgruppe

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  • Semptember 2020
    24.09.2020
    19:00 - 22:00
  • Oktober 2020
    22.10.2020
    19:00 - 22:00
  • November 2020
    19.11.2020
    19:00 - 22:00
  • Jänner 2021
    14.01.2021
    19:00 - 22:00
  • Februar 2021
    18.02.2021
    19:00 - 22:00
  • März 2021
    18.03.2021
    19:00 - 22:00
  • April 2021
    20.04.2021
    19:00 - 22:00
  • Mai 2021
    20.05.2021
    19:00 - 22:00
  • Juni 2021
    17.06.2021
    19:00 - 22:00

GRENZEN UND GEFÜHLE Übungsgruppe

Neue Impulse für starke Frauen und Männer

Du wünschst dir funkelndes Leben statt fades Bremsen? Hast du Lust auf Ermächtigung, Kraft und so richtig Power? Starkes im Raum Stehen statt mit dem Rücken zur Wand Stehen? Geradestehen statt Rumeiern, Entschuldigen, Entziehen und „die blöde Opferrolle“? Lass es uns angehen. Hier darfst du das fühlen, erforschen, deine Kraft aus ganzem Herzen genießen (ja, du darfst das!) und leben.

Stark und verletzlich sein

Nein, Kraft ist nicht Härte. Härte bricht uns. Sag Ja zur Kraft, die Verbundenheit schafft! Die Rede ist von Kraft, die weich ist und klar, auch im Kontakt mit anderen. Eine liebe- und gefühlvolle Kraft, die Stärke und Verletzlichkeit mag und beide Qualitäten in dir umarmt. Diese Kraft ist dir fremd? In der Übungsgruppe lernst du’s kennen. Du möchtest einen spannenden Menschen kennenlernen? Dich selbst!? Go for it!

Zur Einstimmung …

„Fühle dich niemandem überlegen, unterlegen oder gleich.“
Buddhistische Weisheit

„Durch Traumata in unserer Vergangenheit haben wir zwei wichtige Eigenschaften verloren. Die eine ist, unsere Grenzen zu spüren und sie angemessen zu setzen. Die andere ist, ein inneres Gefühl für uns selber zu haben, das unberührt davon bleibt, was andere denken und von uns wollen oder erwarten.“
Thomas Trobe (Psychiater)

„Gib mir die Kraft, meine Wut und Enttäuschung in kraftvolles Handeln zu transformieren, damit ich mich und die Welt heilen kann.“
Gebet an die Göttin Kali (Indien)

„Dich klein zu halten, dient der Welt nicht. Dich klein zu halten, damit andere sich nicht unsicher fühlen: Das hat nichts mit Erleuchtung zu tun. Wir sind geboren, um die Größe Gottes, der in uns lebt, zu verwirklichen. Und diese Grösse ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen. Wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir selbst von Angst frei sind, sind die anderen durch unser Dasein auch frei.“
Marianne Williamson (Aktivistin, spirituelle Lehrerin)

„Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.“
Simone de Beauvoir (Schriftstellerin, Philosophin)

Grenzen verkörpern / Den eigenen Körper bewusst wahrnehmen

ATMA Touch® adaptiert Tools aus Achtsamkeits- und Aufstellungsarbeit, IBP, Reparenting und Tantra, Somatic Experiencing und BDSM. Der Körper spielt in der Übungsgruppe eine Hauptrolle: Er ist das Gefäß, das Gefühle erdet und ihnen Kraft verleiht. Grenzen und Gefühle müssen verkörpert werden, um von uns selbst und anderen „gehört“ zu werden. Gearbeitet wird auch mit Seilen, die Grenzen positiv sicht- und erfahrbar machen.

Abgrenzen heißt Angrenzen

Die Übungsgruppe findet monatlich statt. Ziel ist das spielerische „Üben“ von Grenzen im sicheren, vertrauten Rahmen: Das Wahrnehmen, Artikulieren und Wertschätzen von Gefühlen. Ziel ist Kontakt auf Augenhöhe: Menschen, die sich weder kleiner noch größer machen, die im Kontakt nicht abhauen, sondern physisch wie emotional dableiben. Ziel ist Verbundenheit mit uns selbst und anderen: Abgrenzen heißt Angrenzen!

Die Gruppe ist für dich, wenn du …

  • dir erfüllende Beziehungen wünschst: Zu anderen und zu dir selbst.
  • deine Kraft genießen, Nein und aus ganzem Herzen Ja! sagen möchtest.
  • fürchtest, andere durch deine Lebendigkeit zu verletzen.
  • lernen möchtest, Grenzen in gegenseitiger Wertschätzung zu ziehen.
  • nie wütend bist oder dich ständig wütend und gereizt fühlst.
  • dein „Nein, mit mir nicht!“ als bewusstes Ja zu dir selbst spüren möchtest.
  • dein „Nein“ authentisch verkörpern willst – denn sonst hört’s keine_r.
  • eine Gruppe (das entspannte Dranbleiben über 9 Monate) einem einmaligen Wochenendseminar vorziehst.
  • eine Alternative zur Einzelarbeit suchst oder Besseres: Sind Grenzen dein Thema, ist die Gruppe perfekt.
huhu

Berührung als reifungsfördernde Intervention (Masterlehrgang „Sexualberatung“, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien)

huhu

  • 16.10.2020 - 17.10.2020
    14:00 - 17:30

Tiefe Einsichten über den Körper gewinnen

Das Wort „Behandlung“ verweist auf die zentrale Bedeutung der Hand und damit auf Formen der Berührung. Berührungsinterventionen zählen zu den ältesten Methoden der Persönlichkeitsentwicklung und sind seit Jahrtausenden bekannt. Diese Lehrveranstaltung vermittelt Berührung als fundierte Methode, die tiefe Einsichten über den Körper ermöglicht. Gelehrt wird die nötige Theorie und Praxis, um Berührungsinterventionen professionell reflektieren zu können, gezielt zu setzen und dem Arbeitskontext entsprechende Antworten auf die Frage „Warum berühre ich? Warum berühre ich nicht?“ herauszufinden.

Korrigierende Berührung einsetzen

Das nationale Berührungsforschungsinstitut in den USA erforscht seit vielen Jahren die positive Auswirkung von Berührung: Menschen mit schweren Erkrankungen zeigen bei (auch) berührender Behandlung signifikante Veränderungen des Blutbildes. Bei Komapatient_inn_en verbessern sich die Herzwerte, wenn ihre Hand gehalten wird. Motorische Unruhezustände bei Säuglingen (einschließlich geburtstraumatischer Ereignisse) lassen sich durch Berührung positiv verändern. Berührung hat großen Einfluss auf unsere Entwicklung.

Berührungsinterventionen differenziert reflektieren

Die Lehrveranstaltung gewährt Einblick in die therapeutische Arbeit mit Berührung. Mögliche Stolpersteine und Geschenke der Methode werden vorgestellt, anhand theoretischer Texte diskutiert und persönlich erfahren. Ziel ist, Berührungsinterventionen differenziert reflektieren zu können.

Nähe von Distanzlosigkeit unterscheiden

Die Psychoanalytikerin Eva Jaeggi unterstellt Berührung den naiv-unprofessionellen Wunsch des Wiedergutmachens. „Wiedergutmachen und korrigierende Erfahrung sind zweierlei,“ meint der Psychotherapeut Thomas Busch. Ein Mangel an positiv besetzter Berührung kann niemals wieder gut gemacht werden. „Mittels Berührung können Klienten aber begleitet werden, innere Repräsentanzen bedeutsamer Personen erneut aufzusuchen, dem Mangel erneut zu begegnen,“ beschreibt Busch seine Arbeit. „Klienten können sich damit einem verinnerlichten Berührungsmodus des Mangels (des Zuviels, der Bestrafung, der Entwertung, der Unstimmigkeit, der körperlichen oder psychischen Gewalt) nähern lernen: Für einen Augenblick wird sowohl die alte (in modifizierter, nicht retraumatisierender Form!) als auch eine gegenläufige neue Erfahrung verfügbar.“ Berührung stellt Klient_inn_en auch berührenden Schutz zur Verfügung, damit gelernt werden kann, verletzte Grenzen heute ziehen zu können.

Körperbezogene Reflexionsräume halten

Berührungsarbeit ist kein Alltagshandeln wie ein Händedruck oder eine freundliche Umarmung. Sie wird durch Selbsterfahrung und eigene körperbezogene Therapie angeeignet. Professionell (in Aus- und Fortbildung immer wieder geübt) ist dabei vor allem unsere Haltung: Gleichzeitig offen und ganz bei uns, nehmen wir unsere Gefühle und Grenzen klar wahr. Auch und gerade deshalb ist es möglich, die Grenzen anderer zu achten. So können wir körperliche Nähe von Distanzlosigkeit unterscheiden und in der Beratung auch die mehr körperbezogenen Reflexionsräume halten. Regelmäßige Supervision ist Teil des Erlernens dieser Methode, um die Grundhaltung wohlwollender Neutralität weiter zu vertiefen.

Infos zum Masterlehrgang:
Masterlehrgang „Sexualberatung“, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien / Curriculum / Folder

Anmeldung:
Univ.Ass. MMag. Dr. Ernst Vitek, M.Sc (Lehrgangsleitung)
ernst.vitek@sfu.ac.at