„Der Körper ist das Tor zur Lust, zur Selbsterkenntnis und zur Stille:
Fühlen heißt zuhause sein.“
ATMA Touch® – das Haus
Arbeitsansatz und Methode
Fühlen heißt zuhause sein
ATMA Touch® ist eine Lehr- und Trainingsmethode für erfüllende Intimität, Nähe und Distanz. Was bildet das Fundament? Welche Räume gibt es? Und welche Wege führen in und durch das Haus? ATMA Touch® ist das ganze Haus: Die einzelnen Trainingsangebote sind die Räume – mit eigenen Schwerpunkten und doch verbunden durch ein gemeinsames Fundament. Hier kannst Du entdecken, wie die einzelnen Räume zusammengehören, was sie verbindet und wie daraus ein ganzheitliches Lehr- und Trainingskonzept entsteht.
ATMA Touch® – das Haus
Arbeitsansatz und Methode
Erfüllende Sexualität, Nähe und Distanz lernen
ATMA Touch® ist eine Lehr- und Trainingsmethode für erfüllende Intimität, Nähe und Distanz. Ich habe sie aus meiner langjährigen professionellen Arbeit mit bewusster Sexualität, Tantra und BDSM entwickelt und lehre sie heute als Methode, die körperorientierte Wahrnehmung mit der Arbeit an Grenzen, Berührung, Sexualität und Beziehung verbindet. Das Training ist traumasensitiv sowie bindungs- und körperorientiert.
ATMA Touch® ist kein einzelnes Angebot und auch keine Sammlung voneinander unabhängiger Angebote. ATMA Touch® als Lehr- und Trainingsmethode ist das Ganze: Wie in einem Haus gehören unterschiedliche Bereiche zusammen. Manche bilden das Fundament, andere bauen darauf auf. Manches lässt sich separat betreten, anderes erschließt sich erst mit der Zeit.
Die Räume des Hauses sind die inhaltlichen Schwerpunkte der Methode. Die Türen, durch die Menschen das Haus betreten können, sind die unterschiedlichen Trainingsformate.
Das Fundament: Positive Wutkraft
Sag Nein, damit Du aus ganzem Herzen Ja sagen kannst
Für mich beginnt erfüllende Intimität weder mit Berührung, noch mit Sexualität. Sie beginnt bei der eigenen Kraft: Positive Wutkraft ist die Voraussetzung erfüllender Nähe, Berührung, Intimität, Sexualität und Paarbeziehung. Denn nur wer klar Nein sagen kann, kann auch aus ganzem Herzen Ja sagen.
Wutkraft ist nicht das Gegenteil von Intimität: Sie ist die Kraft, mit der wir wahrnehmen, wenn etwas nicht stimmt, Grenzen setzen, Raum einnehmen und für uns einstehen. Grenzen sind dabei kein Hindernis für Kontakt, sondern Voraussetzung dafür: Nur wer die eigene Kraft spürt, kann Grenzen setzen. Nur wer Grenzen setzen kann, kann Nähe freiwillig und selbstbestimmt gestalten.
Raum 1: Die positive Kraft der Wut
Vom Nein zum Ja
Die Arbeit mit positiver Wutkraft bildet das Fundament von ATMA Touch®: Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass Nähe und Berührung nicht aus Anpassung, Bedürftigkeit oder einem Gefühl von Verpflichtung entstehen, sondern selbstbestimmt gestaltet werden können. Die 6-teilige Seminarreihe „Die positive Kraft der Wut“ macht diese Grundlage in einem eigenen Jahreszyklus erfahrbar. Dabei vollzieht die Reihe eine bewusste Bewegung: Sie beginnt mit dem Nein und führt zum Ja.
Die ersten drei Seminare beschäftigen sich mit dem Nein:
- Die positive Kraft der Wut 1: Sag Nein / Opfer und Täter_in in uns umarmen
- Die positive Kraft der Wut 2: Sag Nein / Führen und Folgen genießen
- Die positive Kraft der Wut 3: Sag Nein / Berührung beginnt auf der Grenze
Hier geht es darum, die eigene Kraft wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen und zu setzen und die Grenze als Ausgangspunkt von Kontakt zu verstehen.
Dann öffnet sich die Bewegung zum Ja:
- Die positive Kraft der Wut 4: Sag Ja / Berühren und berührbar sein
- Die positive Kraft der Wut 5: Sag Ja / Zusammen weitergehen
Das Ja steht dabei nicht für ein bloßes „Ja zu allem“. Es entsteht aus der Fähigkeit, auch Nein sagen zu können. Das Ja wird dadurch freiwillig.
Vom Nein zur Berührung
Mit der Bewegung zum Ja kommt in den Wutseminaren auch körperliche Berührung über der Kleidung ins Spiel. Das ist ein bewusster Teil des Konzepts: Wer bisher vor allem das Nein, die eigene Grenze und Fähigkeit zum Abgrenzen gelernt hat, kann beginnen, ein Ja zu Berührung körperlich zu erforschen. Ohne dass damit bereits Intimberührung verbunden ist: Berührung über Kleidung schafft eine wichtige Zwischenstufe. Sie ermöglicht, Nähe, Berührbarkeit, Geben und Empfangen von Berührung und die dabei entstehenden Gefühle praktisch zu erforschen. So entsteht eine Brücke zwischen zwei Lernfeldern:
vom Grenzenziehen zur Berührbarkeit,
vom Nein zum Ja,
von der Grenze zur bewussten Gestaltung von Kontakt.
Diese Zwischenstufe ist wichtig, denn Intimität beginnt nicht erst bei nackter oder sexueller Berührung: Sie beginnt dort, wo Menschen spüren, was für sie stimmt, was nicht stimmt und wie sie Kontakt selbstbestimmt gestalten möchten. Die Wutseminare führen deshalb bewusst bis an die Schwelle von Berührung und Berührbarkeit: Ohne das Lernfeld der Intimberührung zum Gegenstand zu machen.
Ein Bonus außerhalb der Nein-Ja-Bewegung
Das sechste Seminar nimmt bewusst eine Sonderstellung ein:
- Die positive Kraft der Wut 6 / BDSM als Entwicklungspotenzial bei frühem Bindungs- und Entwicklungstrauma
Dieses Seminar ist kein weiterer Schritt auf dem Weg vom Nein zum Ja. Deshalb trägt es bewusst weder „Sag Nein“ noch „Sag Ja“ im Titel.
BDSM ist nicht das Ziel der Seminarreihe, und das Seminar ist keine Werbung für BDSM. Vielmehr nutze ich Erfahrungen und Übungen aus meiner langjährigen professionellen BDSM-Arbeit – insbesondere Übungen, die ich zwischen 2011 und 2019 für meine BDSM-Seminare entwickelt habe und die sich hervorragend eignen, um das Thema „Berührung beginnt auf der Grenze“ körperlich und praktisch zu erforschen. Für diese speziellen Übungen gibt es in den anderen Wutseminaren keinen passenden Platz. Deshalb hat dieses Seminar seinen eigenen Raum innerhalb der Reihe.
Ein Jahreszyklus – sechs einzeln besuchbare Seminare
Die sechs Seminare bilden als Jahreszyklus ein inhaltlich zusammenhängendes Ganzes. Jedes Seminar kann zugleich einzeln besucht werden – unabhängig davon, ob die anderen Seminare bereits besucht wurden oder noch folgen. Wer den gesamten Zyklus besucht, kann die Bewegung vom Nein zum Ja über das Jahr hinweg in ihrer Gesamtheit kennenlernen.
Die Wutseminare finden als Großgruppen mit in der Regel 18 Teilnehmenden statt und werden etwa alle zwei Monate angeboten.
Raum 2: Berührung, Körper und Intimität
ATMA Touch® – Tantramassage
Basisausbildung für traumasensible Berührung und erfüllende Nähe
Die 6-tägige Kleingruppe „ATMA Touch® – Tantramassage / Basisausbildung für traumasensible Berührung und erfüllende Nähe“ führt weiter in die konkrete Arbeit mit Berührung. Hier geht es um achtsame Intimberührung und einen bewussten Umgang mit den Gefühlen, Wahrnehmungen und Reaktionen, die dadurch ausgelöst werden können.
Die Ausbildung baut auf einer wichtigen Erfahrung und Kompetenz auf: Berührung nicht einfach über sich ergehen zu lassen, sondern wahrzunehmen, was im eigenen Körper geschieht, Grenzen zu erkennen und zu kommunizieren und bewusst zu entscheiden, welche Form von Kontakt stimmig ist. Vermittelt wird fundierte Berührungstechnik, verbunden mit einem traumasensitiven, bindungs- und körperorientierten Blick auf das, was Intimberührung im Körper und in den Gefühlen auslösen kann.
Im Mittelpunkt steht das bewusste Erschaffen und Genießen von Intimität: Der Weg zu intimer Berührung ist nicht als harter Sprung gedacht. Die Wutseminare schaffen mit der Arbeit an Grenzen, dem körperlichen Nein und Ja und schließlich mit Berührung über der Kleidung bereits eine erste Brücke. Die Basisausbildung öffnet dann einen anderen Raum: die bewusste Erforschung von Intimberührung.
Das Angebot richtet sich an Profis aus Therapie, Körperarbeit und (Tantra-)Massage ebenso wie an Menschen, die bewusste Berührung schätzen und ihr Wissen über Intimberührung vertiefen möchten. Grenzen werden wertgeschätzt, sensibilisiert und gestärkt.
Die Basisausbildungswochen finden jährlich in Kleingruppen mit maximal 8 bis 10 Teilnehmenden statt.
Weitere Räume: Nähe, Distanz, Berührung, Sexualität
Berührung beginnt auf der Grenze
ATMA Touch® beschäftigt sich nicht nur mit einzelnen konkreten Berührungstechniken, sondern auch mit feinstofflicheren Qualitäten von Kontakt. Denn Berührung beginnt nicht am Körper, sondern im Zwischenraum: Sie hat immer auch eine energetische Komponente. ATMA Touch® lehrt unterschiedliche Kompetenzen und Puzzlestücke für erfüllenden Kontakt:
- den eigenen Körper wahrnehmen
- Gefühle wahrnehmen und einordnen
- Grenzen spüren und verkörpern
- Nein und Ja körperlich erfahren
- Nähe und Distanz bewusst gestalten
- Berührung geben und annehmen
- Berührung über Kleidung als Zwischenstufe bewusst erforschen
- über körperliches Erleben kommunizieren
- Intimität bewusst gestalten
- Sexualität selbstbestimmt erleben und genießen
Daher kann Berührung im Training vieles umfassen: von bewusster Anwesenheit über Anlehnenlassen, stilles Halten, Berührung über der Kleidung, bis hin zur Tantramassage mit Yonimassage bzw. Lingammassage (im Paartraining). Dabei stehen alle Werkzeuge gleichberechtigt nebeneinander und bilden keine Hierarchie – sie erlauben unterschiedliche Lernschritte innerhalb eines Entwicklungsbogens: Berührung über Kleidung kann beispielsweise ermöglichen, ein körperliches Ja zu Berührung zu erforschen, ohne bereits in Intimberührung einzusteigen. Intimberührung wiederum eröffnet ein eigenes Lernfeld, in dem Wahrnehmung, Grenzen, Lust, Scham, Nähe und Distanz unmittelbar miteinander verbunden sein können.
Entscheidend sind bei ATMA Touch® nicht Werkzeuge an sich und konkrete Berührungstechniken, sondern was Menschen damit lernen können: den eigenen Körper wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen, Ja und Nein zu unterscheiden und Kontakt bewusst zu gestalten.
Lernen durch Erfahrung und Übung
Antworten vom Körper bekommen, nicht vom Kopf
Als Trainerin für Körpersensibilisierung verknüpfe ich Wissen über Intimität mit erlebter Körperlichkeit: ATMA Touch® setzt auf Lernen durch Erfahrung und Übung. Es geht im Training nicht darum, dass ich Antworten für jemanden finde: Ich lehre eine Methode, mit der Menschen lernen können, eigene körperliche Antworten wahrzunehmen. Dabei können alle Gefühle auftauchen: Lust und Unlust, Freude und Traurigkeit, Angst, Scham, Wut und alle Nuancen dazwischen. Es geht dabei nicht darum, dass ich Gefühle deute und persönliche Probleme löse: Es geht darum, die eigene Wahrnehmung zu verfeinern und Handlungsmöglichkeiten körperlich kennenzulernen. Das Ziel ist Kompetenz.
Der große Raum: ATMA Touch® PRO
Jahresfortbildung in Gefühls- und Körperarbeit nach Atma Pöschl
Die Jahresfortbildung ATMA Touch® PRO ist die umfassendste Form, ATMA Touch® zu lernen. Hier wird die Methode selbst zum Lerngegenstand: Sie wird verstanden, erfahren, reflektiert und in der Gruppe praktisch erprobt. Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die mit Menschen arbeiten oder auf dem Weg dorthin sind, sich mehr Intimität im Alltag und in ihrer Sexualität wünschen. Und neue Inspiration im Job. Ermöglicht werden positive neue Spürerfahrungen im sicheren Rahmen einer fortlaufenden Gruppe.
ATMA Touch® adaptiert und verknüpft Werkzeuge und fachliche Erkenntnisse aus IBP und Somatic Experiencing, Tantra und BDSM, Anteilearbeit, kreativer Aufstellungs-, Achtsamkeits- und Seilarbeit sowie Clean Language. Die Methode ist über mehr als 20 Jahre aus meiner tiefgehenden kontinuierlichen Reflexion eigener professioneller Arbeit mit Sexualität, Tantra und BDSM entstanden.
In der Jahresfortbildung geht es darum, ATMA Touch® in der ganzen Bandbreite kennenzulernen und Werkzeuge sicher und bewusst einzusetzen. Gelehrt wird Intimität in Kontakt mit allen Gefühlen: die Fähigkeit, emotional, verbal und körperlich präsent zu sein, Grenzen wahrzunehmen und Berührung so zu gestalten, dass Kontakt möglich wird. Die Teilnehmenden lernen, diese Fähigkeiten praktisch zu erproben, miteinander zu verbinden und auf unterschiedliche Situationen und Begegnungen zu übertragen. So entsteht aus einzelnen Werkzeugen eine eigene, tragfähige Praxis.
Die Wege durch das Haus
Einzeltraining, Paartraining, Gruppe
ATMA Touch® kann auf unterschiedlichen Wegen erlernt werden. Einzeltraining, Paartraining und Gruppentraining sind keine unterschiedlichen Methoden: Das sind unterschiedliche Lernsettings für dieselbe Methode. Im Einzeltraining kann konzentriert und individuell gearbeitet werden. Im Paartraining wird das Gelernte unmittelbar mit einem vertrauten Menschen erforscht. Die Gruppe eröffnet ein anderes Lernfeld: Unterschiedliche Menschen, Grenzen und Formen von Nähe werden unmittelbar erfahrbar. Welche Form passt, hängt davon ab, wie und mit wem jemand lernen möchte. Die Methode bleibt dieselbe.
ATMA Touch® ist ein Ganzes
ATMA Touch® ist keine Ansammlung einzelner Angebote, die nebeneinanderstehen. Das Fundament bildet positive Wutkraft: Darauf baut die Arbeit mit Körperwahrnehmung, Berührung, Nähe und Distanz auf. Daraus wiederum entwickeln sich Möglichkeiten für erfüllende Intimität, Sexualität und Beziehung. Das Angebot greift logisch ineinander. Erzählt eine logische Geschichte. Und zeigt einen gangbaren Weg auf.
Die Wutseminare vermitteln das Fundament in einem eigenständigen Jahreszyklus: Vom Nein zum Ja. Dabei entsteht mit Berührung über Kleidung eine erste körperliche Brücke von der Grenze zur Berührbarkeit. Die Basisausbildung vertieft die Arbeit mit Berührung und widmet sich im Kern der Intimberührung und dem bewussten Umgang mit den dadurch ausgelösten Gefühlen. Die Jahresfortbildung ATMA Touch® PRO macht die Methode selbst zum umfassenden Gegenstand professionellen Lernens.
Einzel-, Paar- und Gruppentraining sind die unterschiedlichen Wege, auf denen Inhalte gelernt und geübt werden können: Damit können einzelne Bereiche unabhängig voneinander betreten werden.
Es geht nicht darum, möglichst viele isolierte Angebote zu haben: Es geht um ein zusammenhängendes ganzheitliches Lehr- und Trainingskonzept.
Ein Haus. Verschiedene Räume. Unterschiedliche Wege hinein.
Eine Methode.
Der rote Faden ist:
Fühlen lernen.
Grenzen verkörpern.
Intimität genießen.
Das ist unser Gesamtprogramm.
Kontakt
Institut ATMA – Sensibilisierung von Körper und Seele
Mag. Atma Pöschl
Hütteldorferstrasse 329/2/4
A-1140 Wien
UID: ATU 65403556
Mail: kontakt (at) institut-atma.at
Web: www.institut-atma.at

