„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“
Franz Kafka
ATMA Touch® – Fühlen lernen
Lehr- und Trainingsmethode für erfüllende Intimität, Nähe und Distanz
Theoretische Einflüsse
ATMA Touch® ist eine körperorientierte Lehr- und Trainingsmethode. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Psychologie, Sexualwissenschaft, Lern- und Neurowissenschaften bilden den fachlichen Bezugsrahmen für die Inhalte und Themen des Trainings: Sie bieten fachliche Orientierung und sind nicht mit einem Wirksamkeitsnachweis der Methode gleichzusetzen. Hier findest du die wichtigsten theoretischen Einflüsse kurz und kompakt.
Theoretische Einflüsse
ATMA Touch® ist eine körperorientierte Lehr- und Trainingsmethode und keine Psychotherapie. Ich bin Trainerin für Körpersensibilisierung, keine Psychotherapeutin, keine Ärztin und keine Lebens- und Sozialberaterin. Die auf dieser Seite beschriebenen psychotherapeutischen und körperorientierten Ansätze sind fachliche und theoretische Einflüsse auf die Entwicklung von ATMA Touch®. Sie werden im Training nicht zur Behandlung psychischer Erkrankungen oder persönlicher Probleme eingesetzt, sondern als Grundlage für körperorientiertes Lernen und die Entwicklung konkreter Kompetenzen.
Selbstdifferenzierung und sexuelle Intimität – David Schnarch
Ein wichtiger theoretischer Einfluss auf ATMA Touch® ist die Arbeit von David Schnarch. Er übertrug das aus der systemischen Familientherapie stammende Konzept der Selbstdifferenzierung auf Sexualität und Paarbeziehungen. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, bei emotionaler Nähe mit sich selbst in Kontakt zu bleiben: eigene Wünsche und Grenzen wahrzunehmen, unterschiedliche Bedürfnisse auszuhalten und die eigene Position nicht aufzugeben, nur um Harmonie oder Bestätigung zu erhalten. Diese Perspektive ist für ATMA Touch® besonders relevant, weil sie Nein’s nicht als Gegensatz zu Intimität versteht, sondern als deren Grundlage und notwendige Voraussetzung.
Nähe und Eigenraum – Esther Perel
Einen weiteren Impuls für ATMA Touch® bietet die Arbeit von Esther Perel. Ihre Überlegungen beschäftigen sich damit, dass langfristige Partnerschaft Sicherheit und Vertrautheit schafft, während erotisches Begehren auch von Eigenständigkeit, Andersheit und einem gewissen Abstand lebt. Für ATMA Touch® ist daher die Frage: Wie kann ich Nähe gestalten, ohne mich darin zu verlieren?
Sexualität, Motivation und Selbstbestimmung
Auch die Forschung von Emily Impett, Letitia Peplau und Amy Muise zur Frage, warum Menschen Ja zu sexueller Nähe sagen, hat ATMA Touch® beeinflusst. Ihre Forschung zeigt, dass sexuelle Zustimmung unterschiedliche Motivationen haben kann: Und dass ein Ja aus eigenem Wunsch und ein Ja aus Angst vor Konflikten nicht dasselbe sind. Daraus ergibt sich für ATMA Touch® als zentraler Grundsatz: Ein ehrliches Ja braucht die Kompetenz für ein ebenso bewusstes Nein.
Körperwahrnehmung und Selbstregulation – Integrative Körperpsychotherapie und Thomas Harms
Maßgeblich beeinflusst wurde ATMA Touch® auch durch Ansätze der Integrativen Körperpsychotherapie und der bindungsorientierten Körperpsychotherapie nach Thomas Harms. Besonders prägend sind dabei die Verbindung von Körperwahrnehmung, Emotion, Beziehung und früher Bindung sowie die Bedeutung körperlicher Selbstregulation durch bewusste Wahrnehmung.
Diese Einflüsse fließen in ATMA Touch® als fachliche Orientierung für Lehre und Training ein. Sie werden nicht als psychotherapeutische Behandlung eingesetzt, sondern in körperorientiertes Lernen übersetzt.
Für ATMA Touch® bedeutet das: Grenzen und Intimität nicht nur zu verstehen, sondern im eigenen Körper wahrzunehmen und zu erforschen. Es geht darum, Körpersignale zu erkennen, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und daraus eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Lernen durch Erfahrung – David A. Kolb
Ein wichtiger theoretischer Einfluss auf ATMA Touch® ist die Theorie des Erfahrungslernens von David A. Kolb. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass Lernen nicht allein durch die Aufnahme von Wissen geschieht, sondern durch die Verbindung von Erfahrung, Reflexion, Verstehen und aktivem Ausprobieren.
Diese Perspektive entspricht einem zentralen Prinzip von ATMA Touch®: Körperbezogene Kompetenzen lassen sich nicht allein erklären. Sie entstehen dadurch, dass Menschen etwas wahrnehmen, ausprobieren, Unterschiede erfahren, reflektieren und wiederholt üben.
Für ATMA Touch® bedeutet das: Wissen ist ein Teil des Lernens – Erfahrung, Erprobung und Übung machen daraus anwendbare Kompetenz.
Von den Einflüssen zur eigenen Methode
ATMA Touch® ist keine Übernahme eines wissenschaftlichen oder therapeutischen Modells. Die Methode ist über 25 Jahre aus meiner Lehr- und Praxiserfahrung entstanden. Wissenschaftliche Erkenntnisse, theoretische Ansätze und eigene körperorientierte Erfahrungen haben ihre Entwicklung geprägt und bilden heute den fachlichen Bezugsrahmen für Lehre und Training.
Die Perspektive der körperorientierten Ansätze und der bindungsorientierten Körperpsychotherapie hat dabei meinen Blick auf Körperwahrnehmung, Emotion, Beziehung und Selbstregulation geprägt. Die Theorie des Erfahrungslernens nach David A. Kolb hat den Gedanken gestärkt, dass körperbezogene Kompetenzen nicht allein durch Wissen entstehen, sondern durch Erfahrung, Reflexion, Erprobung und wiederholtes Üben entwickelt werden.
In ATMA Touch® werden diese Einflüsse zu einem eigenständigen körperorientierten Lehr- und Trainingskonzept verbunden. Sie werden nicht als psychotherapeutische Behandlung eingesetzt, sondern bilden einen fachlichen Bezugsrahmen dafür, wie Lernen gestaltet und körperbezogene Kompetenzen praktisch entwickelt werden können.
So ist aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, theoretischen Einflüssen und meiner langjährigen Lehr- und Praxiserfahrung eine eigenständige Methode entstanden: ATMA Touch® ist meine eigene Methode.
Kontakt
Institut ATMA – Sensibilisierung von Körper und Seele
Mag. Atma Pöschl
Hütteldorferstrasse 329/2/4
A-1140 Wien
UID: ATU 65403556
Mail: kontakt (at) institut-atma.at
Web: www.institut-atma.at

