„Verkörperte Präsenz ist ein Entspannen und Erlauben, ein Prozess ähnlich dem, eine Hand zu öffen, die lange zur Faust geballt war. Du öffnest und lässt los, langsam, behutsam.“
Chameli Ardagh
Mit Präsenz Raum halten für uns selbst und andere
Mehr ist nicht genug
Wir alle sind geprägt, mehr zu machen: Wir müssen mehr leisten, mehr arbeiten besser funktionieren: Die Alternden sollen länger jung bleiben, Sterbende länger leben. Und natürlich: besserer Sex, mehr Orgasmen, ausgefallenere Sexpraktiken. Mehr von allem. Aber mehr ist manchmal nicht genug: Das ist unsere Erfahrung.
Ganz da sein
Präsenz – im Hier und Jetzt sein – ermöglicht Begegnungen, die berühren und erfüllen. Präsenz ist Intensität mit dem gewissen etwas. Das hat nichts zu tun mit schneller, höher, stärker, Tantra oder BDSM. Im Gegenteil: Werden Labels zur Identität, hat das oft weniger mit dem zu tun, was wir spüren, als mit dem, was wir nicht spüren. Präsenz ist Intensität, die eher weniger als mehr braucht: Wir nehmen unseren Raum im Hier und Jetzt ganz und gar ein.
Raum halten für uns selbst und andere
Mit unserer Präsenz Raum für andere zu halten ist anspruchsvoll. Es klappt nur, wenn wir präsent – fähig, uns selbst Raum zu nehmen – sind. Einen Raum des Vertrauens halten heißt:
- Ich wahre meine und deine Autonomie der Gefühle und Emotionen: Wenn du traurig bist, spüre ich deine Trauer, aber ich bin nicht traurig. Wenn du wütend oder ängstlich bist, übernehme ich diese Emotion nicht. Damit gebe ich dir Raum, dass du diese Emotion leben und abschließen kannst.
- Ich nehme dich wahr, ohne sofort zu reagieren. Ich höre zu und bin offen für deine Äußerungen. Weder muss ich sofort zustimmen noch widersprechen. Und wenn es dir schlecht geht, ist es nicht so wichtig, was du sagst, sondern dass du etwas sagst.
- Ich traue dir zu, dass du schwierige Situationen meisterst. Ich beobachte sehr genau, wo du Hilfe brauchst, und wo du alleine zurecht kommst. Auch wenn du die Situation anders angehst als ich es getan hätte, ist deine Lösung wichtiger als meine, denn es geht um dich, nicht um mich. So behältst du deine Würde und das Gefühl, wirksam zu sein.
- Ich brauche dich nicht, um meinen Selbstwert zu bestätigen und meine Bedürftigkeit zu befriedigen. Ich freue mich, wenn es dir gut geht und helfe dir gerne, wenn es dir schlecht geht.
Kontakt genießen
Als Kind hast du Kontakt anders erfahren? Präsenz kann man lernen. Mit Präsenz Raum für uns selbst und andere zu halten kann man lernen. Unsere Trainings schaffen lebendige Lernräume dafür.
Kontakt
Institut ATMA – Sensibilisierung von Körper und Seele
Mag.a Atma M. Pöschl
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