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“Das größte Geschenk, das wir einander machen können, ist einander zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren:
Wenn das geschieht, entsteht Beziehung.”

Virginia Satir

ATMA Touch® – Fühlen lernen

INTENSIVTRAINING FÜR PAARE / Das große JA zu einander

Mehr Zeit für euch, mehr Raum für euer Spüren

Erfüllende Intimität ist kein Zufall, sondern eine Kompetenz – und sie ist erlernbar. ATMA Touch® ist eine körperorientierte Lehr- und Trainingsmethode für erfüllenden Kontakt mit sich selbst und einander. Intimer Kontakt braucht Zeit: Vertrauen, das wachsen darf. Ein Gefühl, das sich zeigt, wenn ihr nicht gleich weiter müsst. Berührung, die nächstes Mal noch tiefer geht. Und manchmal ein größeres Ja zu euch selbst. Das Intensivtraining bietet euch dafür 12 Stunden und die Freiheit, euer Training immer wieder neu auszurichten. Ihr müsst bei der Buchung noch nicht wissen, was ihr in jeder einzelnen Einheit machen wollt. Ihr beginnt mit einer 2-stündigen Gefühls- und Körpererfahrung – und entscheidet danach, wie ihr die weiteren Stunden nutzen möchtet.

12 Stunden, die sich eurem Spüren anpassen

Das Intensivtraining ist kein fixes Programm. Vielleicht wollt ihr 6 Einheiten à 2 Stunden nutzen. Oder ihr interessiert euch für eine Yonimassage oder Lingammassage für Paare. Vielleicht merkt ihr im Laufe des Trainings auch, dass eine_r von euch zwischendurch Zeit für sich braucht. Ihr könnt die 12 Stunden flexibel auf gemeinsame und einzelne Trainingseinheiten aufteilen und so den Raum gestalten, den ihr braucht. Ihr müsst euch bei der Buchung noch nicht festlegen. Euer Training darf sich entwickeln: Manchmal braucht es Zeit, bis ihr angekommen seid. Manchmal wird erst im Verlauf klar, was ihr ausprobieren wollt. Und manchmal passt etwas, das ihr euch vor der Buchung vorgenommen habt, vielleicht gar nicht. Dann wird nichts durchgezogen: Ihr könnt Entscheidungen jederzeit verändern, anderes wählen und bei dem bleiben, was sich im Moment stimmig anfühlt.

Was zwischen den Sitzungen geschieht, gehört zum Training

Zwischen den einzelnen Einheiten geht das Leben weiter: Ihr nehmt hier Erfahrenes mit in euer gemeinsames Leben, bemerkt vielleicht etwas, das euch vorher entgangen ist, sagt früher Nein, spürt ein unerwartetes Ja oder entdeckt einen Wunsch, für den bisher kein Raum war. Vielleicht gelingt es euch, einander anders zuzuhören oder Unterschiede auszuhalten, ohne sie gleich auflösen zu müssen. Der nächste Termin bietet die Möglichkeit, daran anzuknüpfen: So entsteht über mehrere Termine ein anderer zeitlicher Horizont. Nicht, weil im Intensivtraining etwas grundsätzlich anderes passiert als im Basistraining, sondern weil mehr Zeit mehr Möglichkeiten eröffnet. Vielleicht wird euer Ja größer, euer Nein klarer und eure Nähe bewusster. Vielleicht entdeckt ihr neue Möglichkeiten, Berührung und Sexualität zusammen zu gestalten.

Zusammen wachsen – jede_r auf eigene Weise

Manchmal entdeckt ihr im Training, dass eine_r von euch mehr Zeit und Raum für bestimmte Erfahrungen braucht. Oder ihr merkt, dass es eurer Partnerschaft guttut, wenn ihr nicht nur gemeinsam, sondern auch einzeln am eigenen Spüren dranbleibt. Deshalb könnt ihr euer Training flexibel gestalten: Neben den gemeinsamen Trainingseinheiten sind auch einzelne Sitzungen allein möglich – für eine_n oder für euch beide. Und stellt sich heraus, dass das Paartraining für eine_n von euch nicht stimmig ist, kann es auf Wunsch auch in Einzeltraining umgewandelt werden. Jede_r für sich und doch zusammen: Das ist es, was die Liebe lebendig und jung hält. Wichtig ist, dass ihr beide wirklich da sein wollt – nicht aus Pflichtgefühl oder „Dirzuliebe“. ATMA Touch® lebt davon, dass beide sich auf sich selbst einlassen können: Paartraining lädt ein, euch selbst treu zu bleiben und miteinander zu wachsen.

Nähe und Berührung selbst gestalten

Jedes Trainingsformat beginnt mit einer 2-stündigen Gefühls- und Körpererfahrung – vollständig bekleidet, ohne Massage. Im Intensivtraining könnt ihr danach in Ruhe entscheiden, was als Nächstes stimmig ist. Auch eine Yonimassage oder Lingammassage kann Teil eures Trainings werden: In der vorhergehenden Einheit klären wir gemeinsam, was im Mittelpunkt stehen soll: das Erlernen der Massage, das Erleben von Berührung oder eine Verbindung aus beidem. Denn Berührung geben und Berührung empfangen sind unterschiedliche Erfahrungen – beide können dazu beitragen, den eigenen Körper und die andere Person besser wahrzunehmen. Wie ihr euer Training gestaltet, muss nicht von Anfang an feststehen: Ihr könnt herausfinden, was euch interessiert, und eure Entscheidungen im Laufe des Trainings anpassen. Auch während der Berührung bleibt alles offen: Berührung kann jederzeit verändert, unterbrochen oder beendet werden. Jede_r darf innehalten, Nein sagen oder etwas anderes ausprobieren. Im Mittelpunkt steht keine geplante Erfahrung, sondern das, was tatsächlich da ist.

Für wen ist das Intensivtraining gedacht?

Für euch, wenn ihr ATMA Touch® intensiver kennenlernen, bereits Erlerntes vertiefen und euch noch mehr Zeit für euer Spüren nehmen möchtet. Ihr braucht keine Vorerfahrung. Vielleicht habt ihr bereits ein Basistraining gemacht und wollt weitergehen. Vielleicht merkt ihr, dass 3 Termine für eure Bedürfnisse nicht der richtige zeitliche Rahmen sind. Vielleicht möchtet ihr euch bewusst 12 Stunden nehmen, ohne vorher festlegen zu müssen, wie ihr diese Zeit gemeinsam gestalten werdet. Es braucht keine fixe Vorstellung vom Ablauf eures Trainings. Entscheidend ist die Bereitschaft, wahrzunehmen, auszuprobieren, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für das eigene Spüren zu übernehmen – jede_r für sich und gemeinsam als Paar.

12 Stunden für euch & euer Spüren

12 Stunden, um euch Zeit zu nehmen, Neues zu entdecken und immer wieder neu zu entscheiden, was für euch stimmig ist. Das Intensivtraining beginnt mit einer gemeinsamen 2-stündigen Gefühls- und Körpererfahrung. Alle weiteren Einheiten könnt ihr innerhalb des Trainingsrahmens flexibel gestalten.

INTENSIVTRAINING FÜR PAARE · Das große JA zu einander
12 Stunden · flexibel nutzbar · Präsenz & Online

Mehr Zeit. Mehr Raum. Mehr Möglichkeiten, eurem Spüren zu folgen.
Das große JA zueinander beginnt damit, dass jede_r von euch herausfindet, was sich wirklich stimmig anfühlt.

Intensivtraining für Paare buchen

Was Paare im Training erleben

5 Beispiele, 5 Paare, 5 Geschichten

Eva & Harald (beide 40J.), IT-Beratende, Wien

„Am 14. April 2017 haben wir unser erstes Paartraining gebucht – ich habe es gerade im Kalender gefunden. Seitdem ist einiges passiert! Ich kann mich erinnern, dass wir am Heimweg vom Training oft Streit hatten, weil es so viel aufgewirbelt hatte, was sich danach wieder ‚abbauen‘ musste. Heute nicht: Wir sind auch Dank des Paartrainings so weit, dass wir die unangenehmen Gefühle, die dabei mitunter auftauchen, nicht gleich loswerden müssen, sondern halten, mitnehmen – jeder für sich – und teilweise gemeinsam anschauen können. Deine Feinfühligkeit beim Anleiten im Training ist etwas ganz Besonderes: Danke, dass du mit deinem Angebot für uns da bist und so bist wie du bist!“

Eva und Harald wünschten sich erfüllendere Sexualität. Im Training zeigte sich, dass hinter dem Gefühl, ‚wir haben schlechten Sex‘ mehr steckte als ’schlechte Berührung‘. Beide hatten früh erfahren, dass persönliche Grenzen nicht immer geachtet werden. Das wirkte sich bis in ihre Paarbeziehung aus: Nähe zulassen, eigene Bedürfnisse spüren und Grenzen ziehen waren für beide herausfordernde Lernfelder.

Ursprünglich hatte Harald ein Vertiefungstraining mit Yonimassage gebucht, weil er der Meinung war: Eva hat ein Problem und braucht eine Massage. Als Eva keine Massage wollte, ließen sie den ursprünglichen Plan los. Stattdessen widmeten wir uns dem, was für beide gerade stimmig war: Grenzen wahrnehmen, Nähe zulassen und herausfinden, was hinter ihren Schwierigkeiten steckte. Auch bei den folgenden Terminen musste Eva sich nicht ausziehen. Das Training richtete sich nach dem, was beide tatsächlich erfahren und lernen wollten – nicht nach einem vorab festgelegten Ziel. Schon nach 4 Trainingseinheiten begann ihre Intimität wieder ins Fließen zu kommen. Entscheidend war, dass keine_r zum Problem erklärt wurde. Beide waren bereit, den eigenen Anteil an ihrer Beziehungsdynamik zu erkennen und Verantwortung dafür zu übernehmen, statt den anderen verändern zu wollen.

Was mich an Eva und Harald besonders berührt hat, war ihr starkes Ja zueinander: Sie suchten nicht nach einem Schuldigen, sondern gemeinsam nach neuen Möglichkeiten. Ihre Geschichte zeigt, wie viel sich verändern kann, wenn beide bereit sind, sich selbst besser kennenzulernen und einander auf Augenhöhe zu begegnen – mit den eigenen Grenzen und mit Offenheit für die des anderen.

Milena & Tom (49J./55J.), Integrationslehrerin & Zeitungsredakteur, Wien

„Die letzte Trainingseinheit hat mich bewegt und bestärkt, dass die Entscheidung für die Tantramassage zu dritt ein guter, direkter, schwieriger und herausfordernder erster Schritt sein könnte, der uns ermöglicht, tief in unsere Beziehung und uns selbst hineinzuspüren und tief Vergrabenes ans Tageslicht zu bringen. Es macht mir Angst und Hoffnung. Das Training bestärkt mich, mit meinen Gefühlen in Kontakt zu kommen: Den Weg möchte ich unbedingt weitergehen. Nichts ist mehr wie zuvor, und zurück geht es nicht mehr.

Meine Therapie hat mir lange sehr gut geholfen, im Leben zurechtzukommen: Doch den Raum meiner wahren Untiefen habe ich ‚gefühlsmäßig‘ nie erreicht. Vor der Krise war ich die letzten Jahre wie eingefroren, betäubt, ratlos, kraftlos – als ob ich vor dem Nichts stünde: Ich hatte keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Die Krise hat dann alles mit einem Knall zum Leben erweckt: Alle ungelösten Probleme und Ängste waren plötzlich lebendig, ich konnte ihnen nicht mehr ausweichen. Die Wut, die Tom’s Affäre in mir ausgelöst hat, war plötzlich lebendig und unausweichlich. Der Schleier ist jetzt weg.

Jetzt ist alles in Aufruhr: Ich erlebe eine Achterbahnfahrt der Gefühle, möchte sie fühlen und spüren, wo sie herkommen. Gedanken und Gefühle sind noch durcheinander: Vieles ist nur im Kopf und noch nicht im Körper. Da ist auch Scham, mich zu zeigen, wie ich bin, und das Gefühl, eine Versagerin zu sein.

Das Paartraining schafft in unserer Beziehung erstmals einen Raum, in dem ich mich gut aufgehoben fühle, in diese Abgründe zu schauen.

Die Erleichterung von Tom, dass sein Geheimnis ans Licht kam – und sein Wunsch, dass jetzt alles wieder gut ist, wir uns dadurch wieder näher sind – machen mich wütend. Aber ich schätze seine Bereitschaft, sich der Krise zu stellen und an unserer Beziehung dranzubleiben. Für mich ist gar nichts gut! Das zu sagen braucht Mut: Damit wir uns in aller Tiefe begegnen können (und uns nicht in ein paar Jahren wieder alles um die Ohren fliegt). Ich bin nach wie vor verunsichert, mein tiefes Vertrauen in Tom ist erschüttert. Er machte immer alles mit sich selbst aus, ließ mich nicht teilhaben an seinen Prozessen: Und dann kam ohne Vorwarnung eine Bombe daher, die mir den Boden unter den Füßen wegreißt.

Ich ahne aber, dass auch bei mir Bomben liegen, die ich spüren und entschärfen möchte: Auch sie wirken sich trennend auf die Beziehung aus. Während Tom mehr Mut und Selbstvertrauen hat, aktiv zu werden (und sei es, dass er Sex mit anderen Frauen hat), spüre ich bei mir Mutlosigkeit und Verlorenheit, Kraftlosigkeit und Lähmung. Aber auch Aufbruchsstimmung und Neugierde sind gleichzeitig da.

Meine Mutter hat sexuellen Missbrauch erlebt: Sie hat immer wieder Andeutungen in diese Richtung gemacht, wollte und konnte aber nie darüber reden. Auch mein Vater hat als Kind zumindest emotionalen Missbrauch, extreme Vernachlässigung und möglicherweise Gewalt erlebt: Aber auch er will und kann darüber nicht sprechen. Ich bin mir sicher, dass ihre unverarbeiteten Traumata unausgesprochen und ungelöst tief und ungreifbar in mich übergegangen sind – von Anfang an.

Da ist ein unendlicher Schmerz, nicht gesehen worden zu sein. Kein Platz für meinen Schmerz, meine Angst, meine Wut und Lebendigkeit. Meine Eltern haben mir leid getan: Da war kein Platz für mich. Nicht einmal für Rebellion hat es gereicht, die war nicht drin, sonst wäre alles zerbrochen. Ich habe immer funktioniert wie erwünscht: Daran hat sich bis heute nichts geändert. Ein Scheinleben habe ich geführt: Nach außen hin war ich glücklich, erfolgreich, tatkräftig und immer fröhlich. Aber mit den Jahren hat sich alles immer hohler angefühlt. Ganz tief drinnen bin ich mir selbst abhanden gekommen, oder schlimmer noch – ich weiß gar nicht wirklich, wer ich bin: Was will ich, was darf ich, darf ich mich zeigen, und wie geht das? Je älter ich wurde, desto mehr fehlt mir die Kraft, diesess Scheinleben aufrechtzuerhalten.

All die 23 Jahre unseres Familienlebens hat Tom wundervoll für uns gesorgt: Ich habe mich umsorgt und sicher gefühlt. Er war mein Retter, mein Prinz – der mich vor mir selbst gerettet hat. Ich wollte aufgehoben sein und glaubte, meine Grundprobleme wären durch ihn verschwunden, ich sei erlöst. Mein Leben hat sich immer mehr um ihn gedreht, während er in letzter Zeit gefühlt von mir davon galoppiert ist, und ich das Gefühl hatte, ich bleibe hohl zurück. Die Krise hat mich so getroffen, weil ich spürte, dass mein Wunschgebäude in sich zusammengefallen ist. Ich bin auf mich zurückgeworfen worden: Seine Untreue hat tiefe alte Wunden aufgerissen – zurück an den Start, allein und verloren ohne ihn. 

Die Übung mit den Seilen war sehr aufschlussreich für mich: Sie hat sichtbar gemacht, dass ich selbst gar nicht weiß, wo meine Grenzen sind. Ich spüre, dass ich bisher immer zwischen totaler Abgrenzung (trotziges ‚ich brauche niemand‘) und dem Wunsch nach totaler Hingabe und Verschmelzung gependelt bin. Das Dazwischen ist Neuland für mich. Begegnung an der Grenze: Wie geht das?

Anfangs habe ich mich beim Legen meiner Grenze an Tom orientiert und sie sehr klein gelegt. Am Ende habe ich meinen Raum vergrößert, was sich gut anfühlte. Da war auch die Frage: Darf ich mir so viel Raum nehmen? Dazwischen hat Tom einmal sein Seil um meines gelegt, ich war innerhalb seiner Grenzen – und da habe ich heftig ablehnend reagiert: Es hat sich angefühlt, als hätte er mich verschluckt, als sei ich ein Teil von ihm. Im Nachhinein denke ich, dass das aber sehr gut unsere Beziehungslage – meinen Wunsch nach Aufgehobensein und mich dabei aufgegeben haben – dargestellt hat.

Es hat mich erschüttert, Tom in seinem Raum zu sehen: In dem abgeschlossenen kleinen Bereich, wo keiner reinkommt und er nicht herauskommt. Das Bild hat ein Gefühl sichtbar und spürbar gemacht, das ich immer hatte: Ich kann Tom emotional nicht erreichen. Meine Sehnsucht nach inniger Begegnung (auch beim Sex) kann so nicht stattfinden. Das war traurig und aufschlussreich. Ich habe immer geglaubt Alleinsein ist meine Superkraft: Doch jetzt sehe ich, dass die Einsamkeit in Wahrheit mein größter Schmerz ist. Da kam auch noch dieser Satz: Ich bin ich – und nicht wir.

Die letzte Trainingseinheit hat einiges ausgelöst, ein großes Dankeschön!“

Nach 23 gemeinsamen Jahren hatte Toms länger andauernde Affäre ihre Beziehung erschüttert. Für seine Partnerin brach nicht nur das Vertrauen in ihn ein, sondern auch das Gefühl, in ihrem gemeinsamen Leben sicher aufgehoben zu sein. Im Paartraining wurde spürbar, wie sehr sie sich nach inniger Begegnung sehnte – und wie wenig sie bislang ihren eigenen Grenzen, Wünschen und Bedürfnissen Raum gegeben hatte.

Eine Übung mit Seilen machte sichtbar, was bisher schwer greifbar gewesen war: den Unterschied zwischen Abgrenzung und Hingabe, zwischen dem Wunsch nach Verschmelzung und dem Bedürfnis, als eigenständiger Mensch Raum einzunehmen. Zum ersten Mal wurde das Dazwischen für sie erfahrbar. Das Training berührte tiefe Schichten und eröffnete neue Fragen: Wer bin ich, wenn ich mich nicht länger über den anderen definiere? Wie kann ich Nähe zulassen, ohne mich selbst aufzugeben? Und wie können wir einander begegnen, ohne uns hinter unseren Schutzmauern zu verlieren?

Michou & Reto (54J./57J.), Hotelfachfrau & Weinbauer, Eisenstadt

„Liebe Atma!!! Vielen lieben Dank für die schönen Stunden im Paartraining!! Wir fühlen uns bei Dir gut aufgehoben und hoffen auf ein Wiedersehen. Die Erfahrungen, die wir im Training machen, helfen uns als Paar wirklich weiter und haben uns wieder einander näher gebracht!!! Großes Danke dafür an Dich!! Wir wünschen Dir eine schöne Vorweihnachtszeit und alles Liebe von uns beiden!! Michou & Reto“

Michou und Reto waren beruflich stark eingespannt. Für Intimität blieb kaum Zeit. Über die Jahre hatten sie sich voneinander entfernt; körperliche Nähe war aus ihrem Alltag verschwunden. Im Paartraining nahmen sie sich wieder bewusst Zeit füreinander. In berührenden Gesprächen und gemeinsamen Körpererfahrungen konnten sie einander neu begegnen und ihre Beziehung wieder bewusster erleben. Die Erfahrungen brachten sie einander näher und bestärkten sie darin, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen. Selbst wenn zuhause mal keine Zeit für’s Üben war: Das Training ermöglichte ihnen, in Kontakt zu bleiben.

Marie & Chris (32J./35J.), Schauspielerin & IT-Techniker, Bruck

„Seit dem letzten Training arbeitet es sehr stark in mir. Ich möchte dir erzählen, was mir ins Bewusstsein gekommen ist. Ich war diesbezüglich schon einmal vor Jahren in einer Therapie. Aber jetzt ist es alles klarer: Ich heile meinen Opa mit, das ist mir jetzt sehr klar geworden. Wie ich Seines von meinem löse, weiß ich allerdings noch nicht. Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie es ist, wenn dieser Rucksack weg ist.

Im Paartraining habe ich mich erwischt gefühlt und beschämt: Beim Hineinspüren am selben Abend ist mir dann bewusst geworden, dass es dabei nicht nur um’s Dabei ertappt werden geht, dass ich nichts wert bin, sondern darum, dass ich im Grunde gar keine Berechtigung habe, hier zu sein. Als hätte man genauer hingesehen und festgestellt, dass ich nicht hier sein darf, weil ich zu verurteilen bin, weil ich Abscheuliches getan habe und es seitdem versuche zu vertuschen. Da ist eindeutig die Verbindung zu meinem Opa, einem SSler, der als einer der ersten 120 Nazis in Österreich dabei war, Dollfuß zu stürzen. Und der dafür nach dem Krieg wegen Hochverrat angeklagt – und wegen Minderjährigkeit freigesprochen – wurde. Im Krieg war er noch jung, Anfang 20 vielleicht. Was er genau in der Zeit gemacht hat, ist unklar: Es gibt ein paar unerklärte Jahre. Er selbst war ein Findelkind: Ausgesetzt und von einer Italienerin aufgezogen hatte er keine Wurzeln und fand die Nazis. Ich möchte dir den Text schicken, den ich gestern Abend geschrieben habe: Es ist ein Erspüren von dem, was seit unserer Sitzung gekommen ist. Ich finde, es ist klar, was da los ist. Es ist hart, unendlich traurig, aber ich bin froh, dass ich langsam die richtige Richtung erspüren kann.

‚Das Gefühl im Paartraining war, als ob ich ausgeliefert wäre: Ich werde ertappt, dass ich alles fake. Ich werde angeklagt, ins Lächerliche gezogen und habe das Gefühl, als bin ich erwischt worden. Scheiße, das heißt sterben: Ich kann nichts mehr ändern. Ich bin erledigt. Ich bin nichts wert. Ich habe nicht die Berechtigung hier zu sein auf der Welt. Die Menschen kommen drauf, dass ich mich eingeschlichen habe – wie ein Asozialer. Doch jetzt bin ich aufgeflogen: Ich werde vorgeführt, vor das Tribunal und zum Tode verurteilt. Ich habe alle hinters Licht geführt. Ich hatte schon eine kriminelle Absicht von Beginn an. Ich habe entschieden versucht, das System zu stürzen. Deswegen bin ich schuldig. Das ist Hochverrat. Ich habe abscheulichste Dinge getan. Und ich dachte, ich komme damit unentdeckt davon. Es tut mir lied! Ich wollte euch so viel geben. In der Präsenz zeige ich: Ich bin da! Mit all meinen Taten, Fehlern, Träumen, Gefühlen, Irrtümern, Reue, Hoffnungen, Ängsten. Ich möchte angenommen werden. Hass und Wut sind da, weil ich nie eine Chance hatte. Ich hasse sie alle zu Tode: die, die mir alles versprochen hatten, und alles falsche Illusionen waren, basierend auf einem Traum fürs Bessere, der danach zur großen Verurteilung wurde. Ihr, die ihr mich in das reingezogen habt, seid schuldig, und trotzdem bin ich selbst Schuld. Sie sind zu verurteilen, sie sind zu hängen. Aber auch sie sind alle zu lieben. Schuld. Bitte um Vergebung.‘

Mein Opa hat sich in den 70er Jahren erhängt.“

Chris und Marie kamen ins Paartraining, weil sie sich ein Kind wünschten und ihre Beziehung zuvor bewusst stärken wollten. Sie wollten lernen, erfüllende Nähe zu gestalten, um sich für die Herausforderungen des gemeinsamen Lebens besser zu rüsten. Sexualität war für beide nicht einfach. Unterschiedliche Wünsche sowie Chris’ Interesse an BDSM eröffneten Themen, denen sie sich gemeinsam stellen wollten.

Im Training begegneten sie dabei nicht nur einander, sondern auch sich selbst. Als Marie Chris die Freiheit zugestand, sexuelle Erfahrungen mit anderen Frauen zu machen, merkte er, dass ihn diese Erlaubnis vor ganz neue Fragen stellte. Was wollte er wirklich? Und was bedeuteten Nähe und Freiheit für ihn?

Auch die gemeinsame Teilnahme an mehreren Wutseminaren brachte Bewegung in ihren Entwicklungsprozess. Dabei wurden Gefühle und innere Konflikte spürbar, die weit über die unmittelbare Beziehung hinausreichten. Für Chris führte das zu einer tiefen Auseinandersetzung mit familiärer Vergangenheit, Schuld und dem Wunsch, mit allem, was ihn ausmacht, angenommen zu werden.

„Wir hoffen es geht dir gut! Wir wollten dir mal ein Foto schicken von unserem Sohn Aaron, der schon fast 4 Monate alt ist. Es geht uns sehr gut und wir sind echt überhappy. Hoffentlich sehen wir uns bald mal!“

Mittlerweile haben die beiden einen Sohn und noch eine Trainingseinheit offen: Ihr gemeinsamer Weg zeigt, wie wertvoll es sein kann, sich schon vor großen Lebensentscheidungen Zeit zu nehmen, die eigene Sexualität, persönliche Grenzen und die Beziehung zueinander bewusster kennenzulernen.

Manuel & Ramona (65J./62J.), Trainer & Lehrerin, St. Pölten

Feedback Ramona:
„Unser Paartraining hat in einer sehr schwierigen Phase unserer Beziehung begonnen. Für mich hat es mehr Klarheit und Struktur gebracht – wie ein „klärendes Aufräumen“. Und für mich war nochmal deutlich das Ja zu Ernst spürbar. Ich bin diejenige in der Beziehung, die Veränderung und Weiterentwicklung reinbringt. Jetzt ist gemeinsames Wachstum möglich. Ich habe es toll gefunden, wie bereit Ernst war, über seine Grenzen zu gehen und begann, alte Muster und Mauern zu durchbrechen – auch wenn das den Alltag manchmal schwieriger macht. Ich bin in diesem Prozess seine Frau an seiner Seite.
Vom Setting bei dir haben mir die Grenzübungen gut gefallen: Weil sie Einiges aufgezeigt haben, was mir nicht bewusst war. Sie haben mir auch gezeigt, welches Urkraft Potenzial in Ernst steckt, wenn er sich erlaubt, es zu leben. Massagen liebe ich, und wenn dabei ein Thema hochkommt, freue ich mich, dann bin ich wieder einen Schritt weiter in meiner Kraft. Ich konnte Berührung so viele Jahrzehnte nichts abgewinnen: So dass ich noch immer jedesmal begeistert bin, wenn ich die Berührung spüre, wie sie mich lebendig macht…ein Geschenk.
Ich freue mich auf die nächsten Stunden bei dir und die Veränderung, die sie bewirken werden.“

Feedback Manuel:
„Hier mein Versuch einer kurzen Rückschau über das bislang Erlebte: Bemerkenswert ist zuallererst, dass das Paartraining überhaupt stattfindet – viele Jahre wäre es für mich undenkbar gewesen, sowas – gerade in Zusammenhang mit Sexualität und Körper – wahrzunehmen. Hier hat mir sehr geholfen, dass ich mich bei dir gut aufgehoben fühle und vertrauen zu dir habe. Einiges hat mich berührt und neue Gedankenwege eröffnet: Ich erinnere mich da an alles rund um das Thema Grenze und vor allem an Renates Überraschung, als ich in der einen Aufgabe klar und deutlich meine Grenze klargelegt habe und sie meine grundsätzliche Kraft wahrnahm. Dann natürlich wie ich für mich wählen konnte in den Mssageterminen als Massierender nackt zu sein und mich dabei trotzdem sicher fühlen konnte.
Ansonsten habe ich mittlerweile erkannt, dass ich weiterhin eine Menge Wut (schon seit einigen Jahren) mitführe. Dies ist gemischt mit Gefühlen des Scheiterns, um Wesentliches betrogen zu sein, nicht gut genug zu sein. Zumeist lebe ich recht unbeeinträchtigt von all diesem, nur manche Situationen holen dann den Zorn hervor. Diesen Zorn, diese Wut möchte ich umwandeln, denn aktuell schwächt und belastet mich dies und ich will auch so nicht sein.
Und dieses Wechselbad hat auch Auswirkung darauf, wie ich auf die Massage-Einheiten zurückblicke: in der einen Stimmungslage nehme ich wahr, was ich aufgenommen habe – und sehe für mich/uns einen – wenn auch noch längeren – Weg. In der Zorn-Stimmungslage sehe ich dann alles eher als hilfloses, betrogenes Bemühen ein Ziel zu verfolgen, das ich nie werde erreichen können.
Ich bin neugierig und zumeist in positiver Erwartung, was sich in den nächsten Trainingseinheiten ergeben wird.“

Als Manuel und Ramona ins Paartraining kamen, befand sich ihre Beziehung in einer schwierigen Phase. Ramona hatte Manuel mit einem gemeinsamen Freund betrogen: Als sich herausstellte, dass dieser Masseur auch mit vielen anderen Frauen aus der Nachbarschaft sexuelle Beziehungen gehabt hatte, waren Wut und Verletzung groß. Manuel fühlte sich als Versager – und um ganz viel betrogen. Für ihn stand viel auf dem Spiel: Vertrauen, Selbstwert und die Frage, ob ein gemeinsamer Weg überhaupt noch möglich war.

Im Training bekam das Paar Raum, sich mit seinen Grenzen, Gefühlen und bisherigen Mustern auseinanderzusetzen. Für Manuel war es ein großer Schritt, sich überhaupt auf ein Training einzulassen, in dem Sexualität und Körperlichkeit eine Rolle spielten. Grenzübungen eröffneten ihm neue Erfahrungen: Er konnte seine Grenze klar vertreten und dabei eine Kraft an sich entdecken, die ihm selbst und Ramona zuvor nicht in dieser Deutlichkeit bewusst gewesen war.

Auch die Massageeinheiten wurden zu einem Erfahrungsfeld: Manuel konnte selbst entscheiden, wie er sich dabei zeigen wollte, und erleben, dass Nacktheit nicht zwangsläufig Unsicherheit bedeuten muss. Ramona wiederum entdeckte, wie lebendig und kraftvoll sie Berührung erleben kann – etwas, das ihr über viele Jahrzehnte kaum zugänglich gewesen war.

Der gemeinsame Weg blieb widersprüchlich. Neben Neugier und Hoffnung tauchten bei Manuel immer wieder Wut, Enttäuschung und das Gefühl auf, um Wesentliches betrogen worden zu sein. Beides durfte nebeneinanderstehen: die Sehnsucht nach Veränderung und die Zweifel, ob sie gelingen kann.

Für Ramona wurde im Training deutlich, wie sie Manuel in diesem Prozess zur Seite stehen und bei ihrem Ja zur Beziehung bleiben wollte. So entstand Schritt für Schritt mehr Klarheit darüber, welche Mauern sich bewegen ließen und was gemeinsames Wachstum bedeuten könnte.

Hinweis zur Einordnung des Angebotes

ATMA Touch® ist ein Lehr- und Trainingsangebot. Im Training werden die von Atma Pöschl entwickelte körperorientierte Methode und ihre Grundlagen vermittelt und durch praktische Übungen erfahrbar gemacht. Im Mittelpunkt stehen Körperwahrnehmung, Spüren, Kommunikation, Grenzen sowie ein bewusster Zugang zu Berührung, Nähe und Intimität. Das Training ist traumasensibel ausgerichtet: Nichts wird erzwungen oder übergangen; die Teilnehmenden lernen, dem eigenen Körperempfinden und Spüren zu vertrauen.

Das Angebot dient der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen auf Augenhöhe: Es ist keine Lebens- und Sozialberatung, Psychotherapie, medizinische oder sonstige Heilbehandlung. Es werden weder Diagnosen gestellt, noch psychische oder sexuelle Störungen behandelt.

Vermittelt werden allgemeine Lehr- und Trainingsinhalte: Das setzt die Bereitschaft voraus, selbstverantwortlich mit den vermittelten Inhalten umzugehen. Bei psychischen oder körperlichen Beschwerden und individuellem Beratungs- oder Behandlungsbedarf wende dich bitte an eine Fachperson mit der dafür erforderlichen Ausbildung und Befugnis.

Zum Weiterdenken

„I entered the classroom with the conviction that it was crucial for me and every other student to be an active participant, not a passive consumer.“
bell hooks

„Ihr seid nicht da, um verbessert zu werden: Ihr seid da, um ihr selbst zu sein, damit die Welt um diesen Klang, diesen Ton, um diesen Schatten reicher sei.“
Hermann Hesse

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Hütteldorfer Strasse 329/2/4
A-1140 Wien
UID: ATU 65403556

Mail: kontakt (at) institut-atma.at
Web: www.institut-atma.at

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